Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Miscellen zur Wirthschaftsgeschichte der Juden in Prag zu Beginn des 19. Jahrhunderts
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 3)
- Language
- German
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278 Miscellen. Das Chrudiner Kreisamt an die k. k. Hofkammer 21. Nov. 1811. Der Rekurs des Falk ist abzuweisen wegen Eingriffe in die Spinnerei des Sedlacek, welcher Faktor der ärarischen Linzer Fabrik ist. Entscheidung der Hofkammer 9. Jan. 1812. Falk ist zu bedeuten, falls er sich einer Verletzung der bestehenden Spinnordnung erlauben solle, er des Rechtes zu spinnen, ohne weiteres verlustig gehen sollte. Sein Gegner ist abzuweisen. 12. 120/1—2. Wolf Flekeles erhält die Bewilligung zur Erzeugung von Liqueur und Rosoglio. 12. März 1812. 13. 135. April 1812. Salomen Simon Porges wird die Rosogliofabrik Firma Porges und Pißling auf seinen eigenen Namen führen. 14. 139/1—2. Juni 1812. Den Juden Löbl und Joses Kraus wird zur Errichtung einer Rosogliofabrik zu Elbekosteletz Bewilligung ertheilt. 15. 145. 23. Juli 1812. Das Gesuch des Elias Bunzel um Errichtung einer Liqueurfabrik wird nicht bewilligt. 16. Com. f. 13/21. November 1812. Markus Bondh, Baumwollstrumpffabrikant aus Lichtenstadt, Elbogner Kreis, bittet um die Bewilligung in Prag eine Baumwollstrumpffabrik errrichten zu dürfen; Erledigung fehlt. — 7. 18VK—M3. Der sehr allgemeine Titel ist deshalb gewählt, weil die genaue Darlegung dessen, was im Folgenden auseinandergesetzt und mitgetheilt werden soll, mehrere Zeilen in Anspruch nehmen müßte. Es handelt sich nämlich darum, einige Aeußerungen hervorzuheben, welche die Gesinnungen der Juden in jenen Jahren klarstellen, ferner die Auffassung zu zeigen, welche das Volk und einige Schriftsteller damals von den politischen Anschauungen der Juden hegten. Nicht also die Beurtheilung späterer Historiker, sondern die Aeußerungen der Zeitgenossen selbst sollen vorgeführt werden. Daß die Juden, speciell diejenigen Berlins, am Anfange und im Verlause der Befreiungskriege reichlich Gaben beisteuerten zur Wehrhastmachung der Jugend, zur Linderung der allgemeinen Noch, zur Stärkung und Pflege der Verwundeten, daß sie sich nicht mit Liebesgaben begnügten, sondern überall selbst Hand anlegten, wo es etwas zu helfen gab, daß die