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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 162

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 162 (sequence 9)
Language
German
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163 Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. Jsak (Eiset) b. Mordechai aus Zolkiew (1769). Joses (Jospe) b. Schalom aus Zolkiew, Setzer 1765, Drucker 1766. Loeb swohl Jehnda'j b. Simon aus Schwersenz. Kalman (Kalonymos) b. Meir Gaschwitz 1763 (in Franks, a. O. 1767—82). M eir Gaschwitz :c. (s. III, S. 270). Moses b. Iehuda Loeb aus Zolkiew (1769). Zebi Hirsch b. Salomon Friedeck (iu der?cähe von Leipnick aus der Familie Jafe, so später 1772 im Kalender). (Zebi) Hirsch b. (Meschullam) Salman Levi Horwitz zc. 1765 (in Franks, a. O. 1754?c. und noch 1767—72). Es müssen besondere Umstände obgewaltet haben, um zu bewirken, daß von 1771 bis 1782 inclusive nur in: Kalender ein Druckherr erscheint. Man findet auf einigen Drucken einen Adler mit dem Buchstaben 1771 ist nnr durch das kleine ^orat Ka-Najit von Salome ibn Aderet vertreten; ein anderes Werk konnte aus Geldmangel erst 1772 be< endet werden. 1772 beginnt die schriftstellerische Thätigkeit des, in seiner Art einzigen Literaten Jsak b. Moses Ha-Levi ans Satanow (er schreibt sich „Satnow"), vulgo Jtzig Satanow, der allein eine kleine Druckerei beschäftigen konnte, und dessen Schriften und Ausgaben bis zum Todesjahre 1804 (25. Dez.) eine stehende Rubrik in den typographischen Annalen dieser Periode bilden. Satanow war nicht nur in den verschiedenen Kreisen der hebräischen Literatur belesen, sondern zu einer Reproduction in allen Gattungen derselben befähigt, so daß er seine Compositionen unter fingirten Namen, wenn nicht anonym, erscheinen ließ. Auf eine ernstliche Täuschung war es weniger abgesehen; es waren zum Theil Kunststücke, welche als solche mehr galten als einfache Originale; die Consequenz zwang ihn, seine Unterschiebunzen festzuhalten. Es ist sehr zu bedauern, daß wir keine unbefangene und eingehende Schilderung dieses Mannes aus einer Zeit besitzen, in welcher noch die Tradition über Persönliches ergänzen konnte, was aus seinen Schriften, schon wegen der berührten Eigentümlichkeit, nicht zu schöpfen ist. Satanow beabsichtigte in der That bei seiner Schriftstellerei hauptsächlich den materiellen Gewinn. Zunz erzählte mir (seine Quelle habe ich vergessen), daß Satanow, wenn man seine gedruckten Schriften kritisirte, antwortete: „Ich Hab' mein Geld!" Er verräth aber nirgends ehrgeizige oder sonst persönliche Zwecke, nimmt keinerlei bestimmte und verpflichtende Stellung im Leben und in den Parteien ein; was er zu einer anderen Zeit „geschrieben hätte", entzieht sich der Beurtheilung. Grätz

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