Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hebräische Drucke in Deutschland
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. 1763 ist durch patriotische Stücke vertreten, die hinlänglich bekannt sind: Die Predigt (verused) über den Frieden 1^15. Febr.^i vom Rabbiner Ahron Mosessehn mit deutscher Übersetzung „von R. S. K." (Samson Kalir, diese Namenschiffre wählte Mendelssohn), herausgegeben von Hartog Leo (^andshulh, loleciot S. 61; Kayserliug, Mendelss. 69, setzt für die zweisprachliche Ausgabe das I. 1764; dies Druckjahr ist nicht angegeben, Zedner S. 5 setzt 1763 in Klammern). Derselbe Hartog Leo ließ bei C. F. Rellstab sein hebräisches Lekir Selmlom „Friedenslied auf den großen Tag u. s. w." mit seiner eigenen deutschen Übersetzung drucken (Genaueres im Letterbode V, 36). Welche Officin die hebr. Typen gedruckt oder geliefert, habe ich nicht untersucht. — Sakad Leda bei Benjacob ist 1773 gedruckt. 1764 erscheint bei Mordechai Landsberg (im Hause und Drucke), oder „Marcus Gerson", das ritualgesetzliche Nesirut LediwLelwn von Simson Ha-Chasid (Bloch, bei Zedner S. 153) und der Kalender für 5525, also im Sommer 1764. Setzer ist Moses b. Simon Wohl (? ^'ttn). Das Hohelied mit Pseudo-Nachmanides, bei Masch (Biblieth. Sacra I, 129) ist nicht „auch in Berlin" gedruckt, sondern nur in Altona. (Im Catal. Bodl. p. 143 n. 915 ist die Bemerkung: „äesici. ap. Näselt irrtümlich aus n. 916 wiederholt.) Vgl. Benjacob S. 476 n. 647. In demselben Jahre erscheint als Druckherr Jtzig, oder Jsak (ben) Jakob Speier, Schwiegersohn des Rabbiners David Frankel, dessen Tochter Edel, die Wittwe Isars, am 21. Jjjar 1804 starb; Jsak selbst verschied schon am 10. Schebat (Januar) 1788 ohne (männlichen?) Nachkommen (Landshuth 1. e. S. 59). Er wird 1764 als jüngerer Mann (^dreeli) bezeichnet. In seinem „Hause und Drucke" wirkte eine größere Zahl von Arbeitern jedenfalls bis 1770, und ist die Zahl der Druckwerke nicht sehr bedeutend, so ist doch ihre Beschaffenheit beachtenswerth. Jsak nennt sich (jedenfalls schon 1765) „k. preußischer privilegirter hebr. Buchdrucker". Der 1. Druck ist ein Abdruck der Sammlungen von Schreiben?c. (kitde koclesek) des Maimonides und And. (32 Bl.) 1765 (6. Tammus) erschien IZoraat Zedaak, Lösung der von Samuel Edels problematisch gelassenen schwierigen talmudischen Stellen von Salomo b. Samuel Greditz (Grätz) und Jsak Heilpron. — Das zweibändige arithmetisch-algebraisch-geometrische Neleeket Naekseliodet von Elia b. Moses Gerschom mit lateinischer Einleitung von G. F. Curts, Professor in Franksehr seltenen Sachen, die ich mit der Bezeichnung: „k. Bibl." angeben werde. — Heber H. Leo s. unter 1763.