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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 144

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Wolf Breidenbach und die Aufhebung des Leibzolls in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 144 (sequence 19)
Language
German
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144 Silberstein: Wolf Breidenbach und die Aufhebung des Leibzolls. er doch daneben ein waches Auge für Alles, was dieselben berührte, für alle Zeichen der Zeit, die auf eine Besserung ihrer Lage hinwiesen. Die große französische Staatsumwälzung hatte die ersten Säulen mittelalterlichen Druckes zu brechen begonnen, und die Nationalversammlung hatte den Franzosen jüdischen Glaubens am 28. September 1791 die Bürgerrechte zugebilligt. Napoleon hatte, um die Juden vollends in die Gesellschaft einzubürgern, jüdische Notabeln aus den seiner Herrschaft unterworfenen Ländern berufen, die bestimmte ihnen vorgelegte Fragen, die sich auf die Stellung der Juden zum Staate und zur Gesellschaft beziehen, beantworten sollten. Die Antworten der Notabeln, die von einem später berufenen Sanhedrin die Form und den Charakter theologischer Entscheidungen erhielten, fielen befriedigend aus, und Breidenbach beeilte sich voll freudiger Begeisterung für dies einzig dastehende, folgenreiche Werk, seinem Gönner, dem Nassau-Weilburg'schen Minister, Freiherrn von Gagern, die Antworten der Notabelnversammlung aus die zuerst vorgelegten sieben Fragen mittelst einer Zuschrift, in der er den großen Hoffnungen, welche er auf das bedeutsame Werk setzt, Ausdruck giebt, mitzutheilen. Wir lassen das Begleitschreiben nachstehend folgen: „Hoen^vontgedorener ^reinerr, (^nääiger Herr Minister! A^v. Lxeellen? nade äie Anaäe, in äer Zulage äie Leant^ortuug der ersten sieden tragen von äer Nosaisenen Deputation?u nderreieken. lek Iwike, Hoeliäieselden ^eräen äarin äie Keinneit äer Noral unä Kitten üuäen, ^elene jeäem draven Staatsbürger geziemen unä damit öufrieäen sein. Die übrigen tunf ^.nt^orten dis au5 äie zwölfte k'rage ^eräe ien näenstens äie (^naäe naden, naen^usenäen. Dieses ^Ues ^irä L^v. Lxeellen?) ^ie ien glaude, um 80 menr als Ninister in einem Ltaate interessiren, ^eil es gewiss unä entsenieäen ist, äass näekstens auen Denntirte aus äen öunäesstaaten ernannt ^eräen müssen unä es dalä äadin koinmen nirä, äass äie ^üäisenen Lin Bonner in Loenstäero I^anäen sied 2U nütölielien Nitglieäern im Ltaate diläen können. Ien denalte mir untertnäni» vor, dei einer baldigen münälienen Ilnterreäuug et^as üder äen ^viedtigen l^ang äer 8aene vorzutragen. Mt senuläigster Devotion nade äie Qnaäe ^u sein L^. Lxeellenx untertänigster Diener OEendaeU) 6. Lentemder 1806. Lreiäendaen.

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