Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Ohne Titel] / L. G.
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 395 (sequence 4)
- Language
- German
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Nachrichten. 395 der Geist zweifelt?" Als ein Gehilfe Kcmt's aber dürfte Moses vor Allen in der Wissenschaft von der Kunst gelten, ein desto werthvollerer Gehilfe, als deutsche Cultur im wesentlichen ästhetische Cultur sei. Herr Lassen schloß mit dem Mendelssohn'schen Mahnruf: „Liebet die Wahrheit! Liebet den Frieden!" Der Schluß der Arbeit M. Landsberger' s über Bendavid (vgl. oben S. 310) steht in Rahmer's Jüd. Literatur-Blattt Nr. 26. — Daselbst Nr. 20—26 setzt S. Gelbhaus seine oben charakterisirten Forschungen betr. Parallelen mittelhochdeutscher Schriftsteller mit Bibel und Talmud fort. Diesmal gelten dieselben dem Parzival Wolfram's von Eschenbach. M. Silber st ein veröffentlicht (Jüd. Litblatt. Nr. 24) einen Brief Breidenbachs, des bekannten Agitators gegen den Leibzoll an den Minister v. Gagern 6. Sept. 1806, mit welchem derselbe „die Beantwortung der ersten 7 Fragen von der Mosaischen Deputation" übersendet. Er macht ferner die Mittheilnng, es sei sicher, daß nächstens auch Deputirte aus den Bundesstaaten ernannt werden. Das jüdische Literaturblatt (Jahrg. XVIII, Nr. 45, 46, 47, 48, 49) enthält „Einiges aus der ersten Zeit und über die Stifter derJacobson- Schule" von Landrabbiner Rüls, meist nach Archivalien des Herzogt. Hauptarchivs in Wolfenbüttel. Immanuel Low giebt die gesammelten Schriften seines Vaters Leopold Low heraus (Szegedin, A. Bä.ta). Von dieser auf 6 Bände berechneten Sammlung sind zwei erschienen, von denen der erste unser Interesse nur durch 3 Moses Mendelssohn behandelnde Aufsätze in Anspruch nimmt; der zweite „Zur jüdischen Geschichte", IV und 479 SS., mancherlei bringt, was die Geschichte der Juden in Deutschland während der letzten Jahrzehnte angeht: Nekrologe auf M. Sachs, I. N. Mannheimer, S. D. Luzatto, Sal. Münk, und drei größere historische Aufsätze: Das mährische Landesrabbinat seit hundert Jahren (1750—1850); Abraham und Joseph Flesch und ihre Zeit. Ein Beitrag zur neuern Geschichte der Jeschibath und der jüdischen Studien (hauptsächlich die zweite Hälfte des 18. und das erste Viertel des 19. Jahrh. betr., doch auch mit Rückblicken auf frühere