Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 2
- Article
- Nachträge und Berichtigungen
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 2)
- Language
- German
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Nachträge und Berichtigungen. 315 von dem auch hebräische Lieder gedruckt sind (s. Jahrb. 9, S. 95, 96). Ich halte ihn für den Salomo b. Jsak, dessen Name in dem Gesänge N'N (Zunz, Literaturgesch. S. 592) akrostichisch gezeichnet ist. S. 272, Str. 11, Z. 1 l. „all es besser war", d. h. daß es besser wäre. Das. Z. 12 „Rabbi Josef Aschkenas" ist der Metzer Rabbiner Josef Aschkenasi (st. 1628); vergl. über ihn I. M. Zunz, Ira-eSek, Anh. S. 34, 35. S. 282, Str. 2, Z. 5 ist „rer" nichts anderes als: Rohr („Stets sei der Mensch weich wie ein Rohr und nicht hart wie die Zeder"); für „rennen" (Z. 6) ist wahrsch.: rinnen (Rinne) zu lesen. S. 283, Str. 10, Z. 5, s. A. 1 „was nit was" ist wahrsch. zu lesen: was as nit was, d. h. es war, als ob es nicht gewesen wäre. Dieser Passus ist offenbar eine Reminiscenz aus dem jüdischen Todtengebet: Rasur tomim. S. 333. Die Schrift „Der Juden Badftub" ist auch vollständig abgedruckt im „Juden-Spiegel, zur Meßkram gemeiner Thalmudischer Jüdenschafft . . . ReeenLente VesxaZiano keedtarw HaAiopolita 1^. (5an- Ziäato . . . Getruck zu Ursel! im Churfürstenthumb Mayntz durch Ooruelium Lutoriuiu a. 1606, S. 118—154. III. S. 211 ff. Im I. 1797 erschienen noch folgende drei, die Beerdigungsfrage betreffende Schriften. 1. Die Nothwendigkeit der früheren Beerdigung der Juden von Salomon Pappenheim (der Verfasser meint, dieselbe sei wegen des gesundheitsschädlichen Leichengeruches unbedingt zu empfehlen). 2. Ist nach dem jüdischen Gesetze das Uebernachten der Todten wirklich verboten? In einem Schreiben an den Herrn Professor Löwe in Breslau von Jsak Euchel (das Ergebniß dieser Abhandlung ist, daß der Ausdruck „^088688^ nicht den Zustand der Agonie, sondern den des Scheintodes bezeichne). 3. Lekaalat (Zkaekaw; eine hebräische Abhandlung in zwei Theiten von vr. Herz Schlesinger in Frankfurt a. O. Auf den Titelblättern ist kein Datum angegeben, doch ist sie, da die Pappenheimsche Schrift als „vor kurzem erschienen" bezeichnet wird (16a) ohne Zweifel 1797 veröffentlicht worden. Der Verfasser weist in Th. 1 mit halachischen Beweisgründen nach, daß gegen die Beerdigung der Leiche am Sterbetage Vieles einzuwenden sei. Er nimmt auch die Widerlegungen des im I. 1797 verstorbenen Rabbiners Jehuda Lob Margaliut (S. 18—23) auf, mit denen es jedoch auch diesem, wie aus seiner Approbation hervorgeht, nicht sonderlich ernst war.