Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Ohne Titel] / L. G.
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 4)
- Language
- German
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Nachrichten. 309 In der ksvue Ses ätuäes Külves (tome XX, vro. 39, x. 108—116) giebt I. Kracau er Zusätze zur Geschichte der Verfolgung der Juden in Oberschlesien 1533: Briefe der Verwalter von Oberglogau an Elias und Bälget aus Oels mit Briefen des R. Jizmann und Salomon aus Kremsier und Mittheilungen eines der nach Onolzbach geschickten Juden. Als neuere Erscheinungen zur Geschichte der Juden in Deutschland führt Isidore Loeb in seiner vortrefflichen Bibliographie (kevue «Zes etuäes Mves tome XX, uro. 39, x. 150 A) folgende, mir nicht bekannt gewordene Schriften an: K. Stein, das Tagebuch Joselmanns von Rosheim als erste Nummer der „Gemeinverständlichen Schriften", deren zweite Nummer: E. Karpelis, „Goethe als Bibelforscher" bildet. Ob sich I. Rabbinowicz, Todtencultus bei den Juden (Fft. a. M. 1889) und U. Robert: I^es 8iKN63 ä'iuLamie au mo^ev k^e: ^mrs ete. (Paris 1889) auf Deuschland bezieht, vermag ich nicht zu sagen, doch möchte ich es bezweifeln. Eine kurze Erwähnung verdient Victor du Bleds Artikel: I^es xrisous xenZaut la terreur (Revue 6e3 6eux mouäe8 1. ievr. 1890), in welchem auch von dem jüdischen Vorsitzenden eines jacobinischen Comite's, Kalmer, einem Deutschen von Geburt, die Rede ist. I. Kr ac au er giebt (Frankfurter Zeitung, Nr. 109, 19. April) merkwürdige Mitteilungen über die Judenbriefträger in Frankfurt a. M. Seit 1748 ist es Moses Mar Schuster, von 1773 sein Sohn Hayum Moses, von 1806 bis 1846 dessen Sohn Jsaac Hayum. Die Einnahmen bestanden in dem von den Briefempfängern zu zahlenden Bestellgelds. Anfänglich war der Judenbriefträger von den christlichen Collegen ganz getrennt; allmählich bildete sich ein collegialisches Verhältniß aus. Ein neues Buch unseres bewährten Mitarbeiters G. Wolf, „Josefina" (Wien, A. Holder, 1890, 128 SS.), enthält auch einzelne werthvolle Mittheilungen über Juden S. 95—98. Sie handeln über die Abgaben, welche die Juden an Stelle des aufgehobenen Leibzolls zu zahlen hatten, über den Militäreid, einzelne Nobilitirungen, Ankauf von Staatsgütern, deren jüdische Käufer freilich keine kirchlichen Patronatsrechte üben durften, Unterstützung von Handwerk und Handwerkern u. A.