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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. 306

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
[Ohne Titel] / L. G.
Date
1890-01-01
Page
306 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Wachrichten. Im Archiv des Historischen Vereins des Cantons Bern XII, 331 ff. (Bern 1889) veröffentlicht G. Tobler eine auf sorgfältigen Studien beruhende Geschichte der Juden in Bern bis zu ihrer Vertreibung aus der Stadt im Jahre 1427. Die erste Erwähnung von Berner Juden fällt ins Jahr 1259, wo Herr Aimo von Montenach Güter verkauft „eviäevti neeessitate eomxulsuZ, viäelieet pro äedito exsolveuäo «luäeis" s^ontt. rer. Lernensiuin II, 492); es folgen Erwähnungen von 1263 und 1268 (idiä. II, 573. 585. 703); 1294 ist die erste Judenverfolgung. Der zweite Band des von H. Boos herausgegebenen Urkundenbuchs der Stadt Worms S. 463 ff. enthält eine höchst interessante, auch im Lichtdruckfacsimile mitgetheilte hebräische Urkunde der Wormser Judenschaft von 1377, Mai, worin dieselbe dem Rath „gern und freiwillig" die Zahlung von 20000 Gulden, in verschiedenen Posten und Raten, verspricht. Daß die Summe ein Darlehn an den Rath darstellt, wie der Herausgeber annimmt, ergiebt sich aus dem Wortlaut der Urkunde nicht. Dem hebräischen Text ist eine deutsche Uebersetzung beigegeben, die Urkunde weist 36 eigenhändige Unterschriften auf. In diesen Unterschriften bedarf übrigens noch manches correcter Entzifferung. Reiches und werthvolles Material für Geschichte der Juden im späteren Mittelalter bringt der vierte Band von R. Doebners Urkundenbuch der Stadt Hildesheim (Hildesheim, Gerstenberg 1890), aus dem wir einzelne Notizen herausheben. 1428 verpfändet Reinhos Magnus die Juden in seinem ganzen Stift, insbesondere zu Hildesheim, Bockenem, Peine, Gronau und Sarstedt an den Rath für die Summe von 600 rh. Gulden (n. 32). 1439 verleiht er ihnen einen bemerkens-

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