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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 303

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Das projectirte Denkmal Moses Mendelssohns (1788)
Date
1890-01-01
Page
Seite 303 (sequence 1)
Language
German
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MisceÜert. 303 7. Das projectirte Äenkmal Moses Mendelssohns (1788). Von Ludwig Geiger. Kahserling bemerkt am Schluß seines M. gewidmeten Buches „Bald nach seinem Tode bildete sich ein Comite, welches mit dem Plane umging, ihm auf dem Opernplatze ein Denkmal zu errichten . . . Die Errichtung des Denkmals scheiterte an verschiedenen Hindernissen." (In der 2. Aufl. S. 518 findet sich gleichfalls nur eine kurze Bemerkung, welche auf die Geschichte des Denkmalplanes nicht eingeht.) Die Sache svgl. schon oben S. 295^ lohnt wohl eine genauere Betrachtung. In der Berliner Monatsschrift 1788, Nov., S. 483—487, findet sich ein von den Herausgebern 25. Okt. 1788 unterzeichneter Artikel „Berlinisches Denkmahl vier berühmter Weltweisen". Er weist darauf hin, daß die Ankündigung, dieses Denkmal den vier Philosophen: Leibnitz, Lambert, Sulzer, Mendelssohn zu errichten, schon vor einiger Zeit erlassen sei. Manches sei seitdem geschehen: der König als Privatmann habe eine beträchtliche Summe unterzeichnet, die Prinzen, Männer aus Wien. Besonderes Verdienst habe sich Herr von Archenholz erworben, der in der „Litteratur- und Völkerkunde", Juli 1786, S. 61 fg. das Denkmal als eine National - Unternehmung angekündigt habe. Jetzt sei der berühmte Architekt Langhans gewonnen, der an der Zeichnung und dem Plane des Monuments arbeite. Lange verlautete von der Sache nichts. Da regte Archenholz (Minerva December 1793), dieselbe aufs Neue an, indem er von dem Comits eine Erklärung über die Zögerung verlangte, und eine Rückgabe der Gelder, im Falle der Plan nicht zur Ausführung gelange. In Folge dessen erschien wiederum in der Berliner Monatsschr. 1794, S. 369—377, eine Erklärung März 1794, deren wesentlicher Inhalt im Folgenden wiedergegeben werden soll. Von den drei Möglichkeiten 1. den Plan auszugeben und die vorhandenen Gelder zurückzuzahlen, 2. von den vorhandenen kleinen Mitteln ein kleines Denkmal zu errichten, 3. größere Beiträge zu erwarten, habe man die letztere gewählt. Die unruhigen Zeitverhältnisse, die Kriegsbefürchtungen, die Kriege selbst, hätten diese Hoffnungen zu Schanden gemacht. Auf Grund der Aufforderung von Archenholz habe die Gesellschaft nun einen neuen Schritt versucht, und das Oberhosbau-Departement um Unterstützung von Baumaterialien gebeten und zugleich angefragt, ob man sich direkt an den König wenden solle. Daraufhin sei von der Hofbauamt-Jntendantur, unterzeichnet Wöllner, an die Herren „Biester, Engel, Fried- Zeitschr. s. d. Gesch. d. Juden i. Deutscht. IV. 20

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