Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 2
- Article
- Mittheilungen aus Berliner Zeitungen, Zeitschriften und Broschüren (1741 - 1830)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 300 (sequence 12)
- Language
- German
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300 Miscellen. stand) als nicht entehrend zu erklären, die kennzeichnende Tracht als „mit den jetzigen Zeitumständen in auffallendem Widerspruch stehend" abzuschaffen. Aber eben die Zusammenstellung von Schindersknechten und Juden war deutlich genug. Einer sehr seltenen Sammlung „Festlieder zu Goethes Geburtstag, gesungen in der Berlinischen Gesellschaft für Deutsche Sprache am 28. August 1830 (6 Bll. in 8) entnehme ich folgendes Curiosum. Die kleine Sammlung enthält nämlich außer Gedichten von Goethe solche von Zeune, Wilh. Wackernagel und ein hebräisches von dem uns bekannten (vgl. oben S. 75 ff.) I. I. Bellermann. Diese Beachtung Goethe's ist schon deswegen merkwürdig weil in dem von mir durchgesehenen Briefwechsel B's. sich so gut wie keine Erwähnung Goethe's findet. Das Gedicht lautet: ^'-linn tIM -^^2 "Z-^IO iHI' Ntt Q^Ii ."^O ^55 7^6''? .^N' O^ON' p .^'O ^>55^INO PINN O^O!^ p 2^ ^.1 : NIINI ^11^ Uebersetzuug. Der Anmuth Meistersänger Du, Preiswürdiger, o Goethe! Wir feiern Deinen Wiegentag bei freud'ger Abendrbthe. Hat Moses als ein Achtziger den Pharao angefahren, Singst Du uns Lieder honigsüß bei ein und achtzig Jahren. Auch stammt Dein Name Goethe her vom Kelter, wie ich sage. Entströme dann der Kelter Most die Länge fort der Tage. Goethe, hebräisch geschrieben (daher der k1utaU8 7^5) heißt wie 5,2 Weinkelter.