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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 282

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Aus den Raths- und Gerichtsbüchern von Zürich
Date
1890-01-01
Page
Seite 282 (sequence 2)
Language
German
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282 MiSeellen. nienein anäers^vo dei äem eiÄ, äen!ok Kesek^oren kav. Ilnä 6es 2U einem urkunä, so kaa iek mein nameu AoLekriedev auk äiesen driek 12 '1^1^ ^eäich'a Zolin Okiskija. O^'P^ '1'1' '1 5?2^N ',1^1 .l"^P ^NN^I '1O ^'p^ 2N2^. O^'N ^^^D 12 NNO OINN^ ,1^1 ^2^l^ N'ttl i25 .l".1^7 2?^^ 12 2?p' W 12 PNL^ '71'XI -I^Q 12 ^MON 'N'd<i In der heutigen Sprache würde die Urkunde etwa folgendermaßen lauten: Ich, N. N. bezeuge mit diesem Briefe, daß mich der Bürgermeister und Rath der Stadt Zürich vor Gericht gefordert haben und daß ich da geschworen habe einen heiligen Eid auf das alte Testament, daß ich derer von Zürich und aller derer, die an meiner Gefangennahme beteiligt gewesen sind, gut Freund sein will, und daß ich auch bei meinem Eide gelobt habe, daß ich (wegen des Vorgefallenen) keinen Züricher vor ein fremd Gericht laden will. Habe ich mit einem von ihnen einen Streit, so will ich ihn belangen und das Recht suchen bei den Gerichten in Zürich, wie ich geschworen habe. Dies zur Urkunde;c. Bemerkenswerth an dieser Urkunde ist vor Allem die Schrift, in der sie ausgestellt ist. Der Aussteller war offenbar zwar der deutschen Sprache mächtig, aber ihm waren nur die hebräischen Schriftzeichen geläufig, die doch schwerlich den Züricher Rathsherren bekannt gewesen sein werden. Wie man es unter diesen Umständen controllirt hat, ob der Wortlaut seiner Niederschrift wirklich dem entsprach, was der Rath verlangte, bleibt dahingestellt. Datirung und Zeugenunterschriften sind in hebräischer Sprache abgefaßt und es befremdet, daß 2 Zeugen, Jakob, Sohn Jakobs, und Isaak Sohn Isaaks, gleiche Namen wie ihre Päter führen, was sonst ja bei den Juden nicht gebräuchlich ist.

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