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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 277

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Mittheilungen aus einem mittelalterlichen Formelbuche
Date
1890-01-01
Page
Seite 277 (sequence 3)
Language
German
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Miscellen. 277 resiäevtes eontra statuta Uo^si, <iui le^em eorum äeäerat xrimitivam, <^ua Aauäent aänue ^uäei äe ^urenderxa et c^uamplurss alii «luäei, artare et eompellere nuI1atenu3 xre3umati8 aÄ xre8tanÄum Mramentum 8uxer huaeuuyue re, äe ^ua a Huidu8eunHue dominidus impetantur, seä kujusmoäi Zuramentum viäelieet, c^uoä äi^itos suxer c^uin^ue 1ibro8 No^si in seo!a imxonere äedeant, et äe re, äe c^ua Imxetuntur, sint peuitus Innoeeutes nee aä verda alia artaduntur. Datum eto. ^kol. 233Z. Vgl. über den Eid der Juden und die abenteuerlichen und dehmüthigenden Formen, welche derselbe in manchen Orten annahm, Stobbe, die Juden in Deutschland während des Mittelalters S. 153 ff. Das. (S. 159) wird auch eine Stelle aus einem Privilegium des Erzbischofs von Cöln vom Jahre 1302 mit ganz ähnlichem Inhalt angeführt. II. Die folgenden 4 Urkunden sind sämmtlich von Kaiser Karl IV. zu Gunsten von Juden, allerdings meistens getaufter, ausgestellt, sie stammen demzufolge sämmtlich aus dem 14. Jahrhundert, spätestens von 1378, dem Todesjahre des Kaisers. Die erste Urkunde enthält den Befehl an mehrere Schuldner eines Juden, die geschuldeten Kapitalien unverzüglich bei Vermeidung von Zwangsmaßregeln zu bezahlen, oder mit dem Gläubiger in einer ihn befriedigenden Weise sich auseinander zu setzen. Sie lautet: Karows ete. vodls . . äs . . Läelitati vestre äistriete xreeipimus et maväamus onmino voleutes, yuateuus . . ^uäeo, saniere nostre 8ervo, omuia sua äedita, in yuidu3 8idi odli^ari äieimini, mox viÄ8 preseutibus xersolvatis aut cum ixso pro äieti8 äeditls taliter äi8z>0natiS) in yuo per omnia 3tare xoterit et in eo eontentari. i^uoä 8i non Leeeritis, extune 3eituri, yuoä vv8 et ^uemlidet ve8trum eum V63tro äamxno et äispenäio neu nwäieo aä 8o1veuäum xreäieta 3ua äedita eomxellere vo!umu3 viis et remeäÜ3 op0rtuni8. ^kol. 63.Z III. jIaiser^ Karl flV.^j entbietet allen, zu denen der getaufte Jude 0. mit seiner Familie, welcher unter Aufgabe seines Vermögens zum Christenthum übergetreten ist, kommt, ihn bei der Erlangung mildthätiger Gaben zu unterstützen. Die Urkunde ist von Bedeutung zur Charakterisirung der Stellung getaufter Juden im 14. Jahrhundert. In der Einleitung betont der Kaiser, man sei alle diejenigen zu unterstützen verpflichtet, welche vom Jrrthum zur Wahrheit gelangen, besonders diejenigen, welche vom jüdischen Unglauben längst bekehrt im Glauben fest befunden worden, und sie seien mit Werken der Liebe zu befördern.

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