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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. 111

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland während des sechszehnten Jahrhunderts
Date
1890-01-01
Page
111 (sequence 1)
Language
German
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Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland während des sechzehnten Jahrhunderts. Von Ludwig Geiger. Vor nun zwanzig Jahren habe ich in meiner ersten größeren Arbeit, welche meiner Dissertation folgte, die Beschäftigung der deutschen Gelehrten mit der hebräischen Sprache im 15. und 16. Jahrhundert zum Gegenstand genauerer Untersuchung gemacht und bin seitdem gelegentlich auf diese Studien wieder zurückgekommen. Meine Reuchlin gewidmeten Arbeiten, die seit der 1871 erschienenen Biographie des großen Humanisten bis zu dem kürzeren, demselben bestimmten Lebensabriß (1889 Mg. D. Biogr. XXVIII) nie völlig ruhten, hielten mich bei diesen Studien fest. Wichtige Ergänzungen zu jener ersten Arbeit ließ ich in den Jahrbüchern für deutsche Theologie (Band XXI, S. 189 ff.) folgen. Auch in der Biographie Sebastian Münsters (Allg. D. Biogr. XXIII) ist bisher ungenutztes, gedrucktes Material verwerthet und handschriftliches wenigstens angedeutet, das ich im Laufe der Zeit zu sammeln so glücklich war. Ich kann mit großer Freude constatiren, daß jene Jugendarbeit, welche mir unter meinen früheren Arbeiten eine der liebsten ist, weil das Auge meines Vaters theilnehmend auf ihr ruhte, ja weil er selbst daran mitarbeitete — der Abschnitt über Elias Levita rührt zum Theil von ihm her — daß diese Arbeit eine außerordentlich freundliche Aufnahme fand und noch heute in den Schriften, die auf diesen Gegenstand zurückkommen, vielfach mit Achtung genannt und benutzt wird. So finden sich in einer ganz neuerdings erschienenen Geschichte der Universität Basel 1532—1632 von R. Thommen (Basel, Detlof's Buchhandlung 1889, S. 293 ff.) meine Angaben, natürlich nur über Basel, im Wesentlichen wiederholt; einzelnes Neue ist daselbst und S. 558 über Münsters Nachfolger Lepusculus, Sulzer, Brandmüller und Ritter hinzugefügt, Männer, deren Ruhm und Bedeutung freilich nicht weit über Basels Grenzen hinausreicht Ueber die Besoldungen des Professors der hebräischen Sprache s. daselbst S. 49, 51, 56. Aus dieser letzteren Stelle ergiebt sich die sür diesen Zusammenhang Zeitschr. f. d. Gesch. d. Juden i. Deutscht. IV. 8

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