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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 1 · p. Seite 103

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 1
Article
[Ohne Titel] / H. B.
Date
1890-01-01
Page
Seite 103 (sequence 4)
Language
German
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Nachrichten. 103 Der erste Band einer tüchtigen neuen Provinzialzeitschrift, des Jahrbuchs für lothringische Geschichte und Alterthumskunde enthält S. 86 ff. Mittheilungen von A. Thorelle aus einer Handschrift mit wichtigen Angaben über die Statistik von Metz im Zahre 1684. Unter 20710 Einwohnern zählte man damals 4380 Reformierte und 795 Juden. Letztere wohnten in 121 Häusern, durchweg im Kirchspiel St. Ferroy gelegen. H. B. Der „Jüdische Volks- und Hauskalender für das Jahr 5650 (1890) mit einem Jahrbuch zur Belehrung und Unterhaltung" herausgeg. von M. Brann (Breslau, Chatzkh 1889) enthält von dem Herausgeber: Alte jüd. Grabsteine in Schlesien und von L. Cohen: Chronologische Beiträge zur jüd. Geschichte, Bibliographie und Biographie (Auch Separatdruck als 1. Heft bezeichnet, 50 SS.). Es sind sehr fleißige Datenberichtigungen zu den Werken von Zunz, Grätz und zu verschiedenen jüdischen Zeitschriften. Auch für Bd. I und II unserer Zeitschrift werden viele derartige Berichtigungen gegeben, die hier freilich im Einzelnen nicht aufgezählt werden können. Sigmund Riezler behandelt in seiner vortrefflichen „Geschichte Baierns (III. Band. Von 1347—1508, Gotha, F. A. Perthes, 1890, 981 SS.) auch die Juden, theilweise mit Benutzung ungedruckten Materials. S. 27: Judenverfolgungen bei Gelegenheit des schwarzen Todes. S. 355 ff.: Verfolgung in Straubing durch Albrecht 1435, Vertreibung aus München 1442. S. 369 fg.: Vertreibung aus Landshut durch Herzog Ludwig 1450. S. 508: Notiz über die Juden in Regensburg 1471, 1478. S. 276 fg.: über die allgemeine Stellung der Juden, Gerichtswesen, Wucher, „der wucherische Erwerb wird in den letzten Jahrhunderten des Mittelalters vielfach noch von Christen betrieben"; Anführung einzelner Beispiele aus dem 14. Jahrh. Ueber Eutings Mitteilung (vgl. Zeitschr. III, S. 100) giebt D. Kaufmann in der Revue äes etnäes MiveL XVIII, S. 316—318 interessante Nachträge und Berichtigungen. In Th. Kolde's Beiträge zur Resormationszeschichte (Leipzig, Hinrichs, 1890), S. 212 fg. ist ein Schreiben des Hans von der Planitz an Kurf. Friedrich v. Sachsen, 30. Dez. 1522 abgedruckt. Daselbst wird von den kaiserlichen Vorschlägen in Betreff der politischen und religiösen Ordnung gesprochen. Von den Juden heißt es: der Kaiser erkläre, sie gehörten in seine Kammer, darum sollten sie nicht beschwert werden, aber der Kaiser meine, es sei besser, man vertriebe sie ganz aus dem Reich. — Die Fabel, daß Lippold den Kurfürsten Joachim I. unter Mitwissen von dessen Sohn vergiftet habe, wird neuerdings von dem „Märkischen Kirchen-

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