Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 1
- Article
- Briefe von Lazarus Bendavid an J. J. Bellermann
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Geiger: Briefe von Lazarus Bendavid an I. I. Bellermann. 79 ich mir Mühe geben zu erfahren, ob die Verf. ihre Werke nicht hier irgendwo in Kommission gegeben haben und dann sollen Sie von beyden ein Exemplar erhalten. Mit Hochachtung Bendavid. Daß Bock's Kinderfreund, ebenfalls in der jüd. Druckereh gesetzt, bey ihm zu bekommen ist, brauche ich wohl nicht zu bemerken. Thchsen ist der bekannte Orientalist, von dessen den Juden nicht eben günstigen Schriften in anderm Zusammenhange Zeitschrift Bd. III, S. 205 ff. die Rede war. Bock, ein jüdischer Lehrer in Berlin. 6. 26. Febr. 1815. Ihr 'jZy ist mir noch nicht aus dem Kopfe gekommen und da Sie wahrscheinlich noch keinen rechten Aufschluß darüber haben, muß ich Ihnen doch die, freylich nicht historisch belegte, aber sehr scharfsinnige Meinung eines jüd. Litterators mittheilen, den ich dieser Tage darüber sprach. Er meint, die Figur A sey nichts anderes als das doppelt zusammengelegte unter den Nahmen des Dreyecks bekannte und bey den Morgenländern hochgeachtete musikalische Instrument, das David zu spielen verstanden und mit dessen Wundertönen er Krankheiten geheilt habe. Er leitet das Wort: ina-Aon a raäiee ^2 Singen ab und glaubt, daß mit demselben Hokuspokus auch bey andern Völkern getrieben worden sehn könne, weil alle der Musik Heilkräfte zugeschrieben haben. Ich lasse diese Erklärung auf sich beruhen. Hochachtungsvoll Bendavid. 7. 22. Okt. 1815. Wie können Sie, hochgeschätzter Freund und Herr! nach dem Preise des Gedichtes fragen! Wissen Sie denn nicht, daß es mir die höchste Freude macht, wenn etwas von mir an Sie übergeht. Was das Exemplar für Hrn. Prof. Tychsen betrifft, so werde ich mir Mühe geben, ihm eins aufzutreiben, kann aber die Erhaltung desselben nicht mit Gewißheit versprechen. Für die Uebersendung der 2 Progr. des 5. Stücks Ihrer punischen Münzen danke ich um so mehr, da ich 1 Ex. einem Manne geben konnte, der Ihre Arbeiten so hoch schätzt, weil er sie zu schätzen versteht, dem Prof. Jdeler und der Sie bloß durch meine Mittheilungen kennt. Sie würden ihn ungemein verbinden, wenn Sie noch 1 Exempl. von den beyden ersten Stücken über diesen Gegenstand besäßen und sie mir für ihn zuschicken wollten. Es