Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 1
- Article
- Briefe von Lazarus Bendavid an J. J. Bellermann
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 3)
- Language
- German
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Geiger: Briefe von Lazarus Bendavid an I. I. Bellermann. 77 Ihre Meinung sagen, die mir als Bestätigung und Berichtigung der meinigen gleich schätzbar sein wird. vale et ms ama. Bendavid. Ueber diesen Brief bez. Erklärungsversuch schreibt mir mein Kollege, Herr Prof. H. L. Strack, Folgendes: „Die Stelle steht in den gewöhnlichen Drucken Ez. 21, 15. 18. Bendavids Erklärung ist unmöglich. 1) K'M oder i5"i? wird mit oder? konstruirt, nicht mit dem Akk., als welchen er NM' faßt. (NOi? mit 2, ^, ZY u. nicht mit Akkus.). — 2) ist Femininum, kann sich also nicht auf ^2 beziehen. — 3) v. 18/13 ^N2 kann nicht Jmptv. sein. Sehr eindringende Untersuchung über den Text des Ez. (theilweise nur mit zu vielen Konjekturen), hat angestellt: Carl Heinrich Cornill, das Buch des Propheten Ezechiel, Leipzig 1886, wo S. 300 ff. zu vergleichen. Er sagt von beiden Versen, „mit dem überlieferten Texte lasse sich absolut nichts anfangen", und ändert daher den überlieferten Text. C. v. Orelli (Ez. u. d. zwölf kl. Propheten, Nördlingen 1888) übersetzt, theilweise nach Cornill 15/10: „Um Schlächterei anzurichten, ward's geschärst; um blitzend zu blinken, ward's gewetzt — keine schwache ist die Ruthe meines Sohnes, die alles Holz verachtet. 18/13: Denn die Probe ward gemacht — „und wie, wenn die Ruthe es gar verschmähte?" Nicht wird das geschehen". Eines weiteren Eingehens auf die grammatische und exegetische Literatur bedarf es für unsere Zwecke nicht. 3. 31. Jan. 1812. Ich bin Ihnen, hochverehrter Freund und Herr, vielen Dank schuldig für Ihre gütige Mittheilung vom 16. d. M., von der ich aber Gebrauch zu machen, leider! keine Gelegenheit hatte, und besonders für die von gestern, weil sie mir einen neuen Beweis von Ihrem hohen Interesse für Wahrheit und Ihrem Antheil an meiner Arbeit ablegt. Hätte ich in der Vorlesung mich auf grammatikalische Untersuchungen einlassen dürfen; so würden Sie gefunden haben, daß ich das Dagesch in auf eine der Ihrigen ähnliche wiewohl nicht ganz gleiche Weise, gerechtfertigt habe. Allein das war, ohne die Zuhörer zu ermüden, nicht möglich. Was Ihren mir äußerst schmeichelhaften Wunsch, die Abhandlung zu sehen betrifft, so darf ich mir die Erfüllung desselben noch einige Zeit nicht gönnen, da das Msk. so unordentlich ist, daß das Lesen desselben nur mir möglich fällt. Ich arbeite aber die Abhandlung etwas vollständiger zum Drucke aus (die Hitzig'sche Buchhandlung hat den Verlag übernommen) und