Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Ohne Titel] / H. B.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 395 (sequence 4)
- Language
- German
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Nachrichten. 395 nommen ist. Der Fund ist besonders wichtig wegen des in der Urkunde Friedrich I. begegnenden Ausdrucks: „sollvetur enram ^erent68 omniuin ^uäeorum in imxerio nostro cle^entium <^ui sxetlall praero^ativa äiAnitatis nostrae aä imperialem eameram noseuntur pertinere^: es ist das erste unzweifelhafte Zeugnis für die später sog. Kammerknechtschaft schon im 12. Jahrhundert. — Das Diplom Friedrichs II. hat sich Jessel Jude von Rotzem (doch jedenfalls der in dieser Zeitschrift oft behandelte Joselmann von Rosheim) „^uZeorum totws Hermaniae nomine" darum nachsuchend, 1531 von dem auf dem Regensburgcr Reichstag anwesenden Carrinal Campeggio bestätigen lassen. H. B. Zusätze und Berichtigungen. Zu Band II, S. 305. Wie Goethe Michael Beers „Paria" aufnahm, ist an der genannten Stelle gezeigt. Daß er desselben Tragödie „Struensee" durch den Bildhauer Rauch im Manuskript erhielt und an Karl von Holtei gab, „wie er es denn wohl bei seinem hiesigen Aufenthalt nächstens zur Vorlesung befördern wird", erfahren wir aus einem Briefe Rauchs an Goethe 26. Februar 1828 und dessen Antwort 11. März (vgl. Karl Eggers, Rauch und Goethe, Berlin 1889, S. 181 und 182). Zu Band II, S. 348 ff. Unter den Schwankerzählern des 16. Jahrh., welche der Juden gedenken, ist auch der Humanist Joh. Sapidus (Witz) zu erwähnen. In seinen LxiArammata (1520) spricht er (Blatt ä4d) von einem getauften Juden, der kein Schweinefleisch essen will und deshalb von einem Magister noster arg angefahren wird; der Jude erwidert, er habe nicht gewußt, daß die christliche Religion auf Schweinefleisch-essen begründet sei. L. G. Zu S. 182 folgende. S. 182, Z. 14: „im Elsaß" zu streichen; desgl. S. 183, Z. 1 und 2 „Wie bekannt — Frankreich"; desgl. S. 184 vorl. und letzte Zeile von „Doch dauerte es". Band III, S. 205, Z. 1 v. u.: Moses Jsaac hatte am 13. August 1774 ein Fideicommiß errichtet. — Dieses Datum ist verdächtig, weil es auf einen Sabbath fiel. L. Cohen. Zu Band III, S. 206. Die beiden Familiennamen sind durch einen bösen Druckfehler entstellt: sie heißen v. Runkel und v. Bose. Herr G. Minden, der mich auf diesen Fehler aufmerksam macht, vermuthet, daß die S. 211 erwähnte Flies'sche Prozeßsache mit der Moses Jsaak'schen identisch ist. M. I. soll nämlich den Beinamen „von oder aus Schönfließ" geführt haben; es ist daher nicht unmöglich, daß seine Nachkommen den aus Letzterm abgekürzten adligen Namen wählten. Das M. J'sche Familienfideicommiß, zu dem auch s. Z. das jetzige Postgebäude in der Spandauerstraße gehörte, wird noch jetzt beim Kammergericht oder unter dessen Leitung verwaltet. L. G. Zu Bd. III, S. 211 ff. „erlaube ich mir auf Auerbach, Geschichte der israel. Gemeinde Halberstadt Seite 113 und 115 nebst Anmerkung