Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beiträge zur Geschichte der Frankfurter Juden im dreißigjährigen Kriege337
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 7)
- Language
- German
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im dreißigjährigen Kriege. 343 Auch wer mehr als 15000 Gulden besaß, brauchte nur 25 Gld. 12 Schill. Steuer geben. Nun zahlten die Juden während des Krieges folgende Summen: 1618 an Schätzung 3627 Gld. 8 Sch.; an Wachtgeld 785 Gld 8 Sch. ^20872 22 „ ü') ^3222 12 „ 1 1621 3778 ., 10 849 22 M211 17 ü ^5466 17 I ü 1624 4287 — 913 4 „ ^25351 „ 8 z P674 22 I 1 1627 4076 „ 11 887 7 1630 3408 ., 20 807 4 ^28061 „ 11 j^5979 „ 17 „ 1633 2931 ., 9 726 22 1636 2703 ., 18 725 19 ^25285 „ 18 jo865 20 ', ^! 1639 2635 ., — 760 20 1642 2325 „ 10 665 19 „ M924 „ 4 ^7339 „ 17 - Z 1645 2485 „ 16 732 18 1648 2749 „ 7 782 13 „ 1^22051 „ 2 „ z P665 „ 20 Z Wir erkennen aus dieser Tabelle, daß die Schätzung und das Wachtgeld von 1627 bis 1645 bei der jüdischen Bevölkerung immer mehr zurückgehen, was mit der Abnahme ihres Wohlstandes zusammenhängt. Noch deutlicher tritt dies aus folgender Tabelle hervor, in der wir die Schatzungssteuer ^) in verschiedene Stufen eingetheilt haben. Bis 2 Gl. Bis 3 Gl. Bis 4 Gl. Bis 5 Gl. Bis 7 Gl Bis 10 Gl. Bis 15 Gl. Bis! Ueber 25 Gl. j 25 Gl. Die Beede erhoben 1618 42 78 56 27 41 28 14 5 14 von 305 Vermögen M8^> 2) darunter 2 Nachzahlungen 1624 40 90 87 39 37 26 16 8 19 v. 362 j^363^ Verm. 1630 39 98 63 31 32 18 16 5 11 „ 313 1633 37 96 46 27 27 17 12 4 7 .. 273 1636 69 109 47 26 27 9 9 6 7 „ 309 1639 80 107 42 26 24 13 9 2 6 „ 309 MO^j „ 1642 61 115 45 24 24 11 9 1 6 „ 296 1645 68 120 55 29 21 13 9 2 5 322 1648 64 126 70 27 28 9 12 5 5 „ 346 IM7^ „ Büchern geschrieben stehen, und alle andere Flüch, so nit darin stehen, und so ich recht geschworen habe, daß mich die Flüch nit angehen. 's) sZur vor. S.Z S. Lersner II, 88 ff. — Doch ergiebt sich aus Tabelle S. 16, daß die Stadt sich sür unsere Zeit nicht strikt an diese Sätze hielt, denn als niedrigste Schatzungssteuer bei den Juden finden wir 1 Gld. 4 Sch., was einem Vermögen von 400 Gulden gleichkäme. Zwei Juden (Koppel „unter den Armen" und Nathan „zum goldnen Schwan") zahlten sogar nur 14 resp. 12 Schill. H Die eckigen Klammern bezeichnen die Gesammteinnahmen der Stadt an Schätzung und Wacktgeld. 2) Sie wurde halbjährlich entrichtet; ich habe die Oktoberschatzung zu Grunde gelegt, nur sür 1648 die Maischatzung. 3) Die eckigen Klammern bedeuten, daß die Beedebücher eigentlich 308 Vermögen notiren; das „Blatterhaus" zahlt 14 Schilling Schätzung.