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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 2 · p. Seite 296

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 2
Article
Zu "Die Juden und die deutsche Lit. des 16. Jahrh."
Date
1889-01-01
Page
Seite 296 (sequence 2)
Language
German
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296 Nachträge und Berichtigungen. In 15 weiteren Strophen wird die Geschichte kurz erzählt, der Fürst Magnus gelobt, daß er seinen mächtigen Arm der Unterstützung der Uebelthäter geliehen, Gott gepriesen, daß er den ihm zugefügten Frevel entdeckt und gerächt habe und das Gedicht also geschlossen: HuaärivAento et xost mille Am twe und negentigesten jare Oeledratur actus ille?erüäi äa^wr Lavillae Tho dem Sternebarghe al openbar. Zeverwl eonkessoriZ Wart des Presters dant bekant Leilieet ixsa. äie Veueris ^ute ^uäae et KimouiL De Joden worden ghebrant. Zu Bd. II, S. 333 ff. Unter den poetischen Schriften des 16. Jahrhunderts, welche sich mit den Juden beschäftigen, sind auch die „6 Gedichte über die Frankfurter Messe, gesammelt von E. Kelchner" Mitteilungen des Vereins für Geschichte und Alterthum Frankfurts Bd. VI, 1881 S. 317 —396Z zu erwähnen. Das erste betitelt sich „Marckschiff von Marx Mangold 1596", ein Gespräch zwischen einem Studenten und einem Brillenkrämer. Der erstere ist sehr erregt gegen die Juden. Er zählt „drei Galgen voll" aus, nennt eine Anzahl Namen, hält eine Art Zwiegespräch mit einem Moschy: Er mache so ein schlimm Gesicht „als wolltest mir eins ins bonum geben". Aus dem Marckschiff müsse man aber Ruhe halten (S. 320). An einer andern Stelle (S. 342) kommt der Student auf die Juden zurück: sie seien, so meint er, der Messe nicht so schädlich, weil sie durch Geldwechseln den Herren nützlich seien. Der Krämer dagegen erwidert, sie geben nur vor, Nutzen zu schaffen. Man solle den Juden nicht trauen. In dem zweiten Gedicht „Marckschiffs Nachen", gleichfalls von Marx Mangold 1597 heißt es: „Die Juden sehen heßlich im Spiel. Ihr Schacher nicht recht gelten will. Leider leider was sollen sie thun, Die armen Leut', sie können nicht bestohn". Doch sind diese Verse wohl eher von Ironie als von wirklichem Mitleid diktiert. Das dritte Gedicht „Ein Discurs von der Frankfurter Meß und ihrer unterschiedlichen Kaufleute", allerdings schon aus dem Jahre 1615 zählt alle einzelnen Gewerbetreibenden aus und beschreibt die Juden zum Schluß: „Die allerschälkste Kaufleut' böß, Sie nennt man Juden Mansche loß". Von den Juden wird gesagt, daß sie zwar mit Allem handeln, aber besonders vom Wucher leben.

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