Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Ohne Titel] / Stern, M.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- 290 (sequence 1)
- Language
- German
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Wachrichten. Durch die Güte des Herrn Generalconsuls von Wilmersdörfer in München ist der Historischen Commission eine außerordentlich werthvolle Handschrift zugänglich gemacht worden, in der die gesammten Urkunden und Akten, welche die Geschichte der Juden in Rothenburg a. d. Tauber betreffen, von der Mitte des 14. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts vereinigt sind. Die Mehrzahl der Stücke, darunter Kaiserurkunden von Karl IV., Wenzel, Ruprecht, Sigmund, Friedrich III. und Maximilian, Urkunden zahlreicher Reichsfürsten, Schreiben kaiserlicher Beamten, Correspondenzen mit benachbarten Städten (insbesondere Nürnberg), Bürgerbriefe, Schuldverschreibungen für Rothenbnrger Juden, Steuerlisten, Protokolle u. s. w. sind in originaler Gestalt erhalten und bisher ganz unbekannt. Wir werden in einem der nächsten Hefte dieser Zeitschrift, von der im höchsten Maße anzuerkennenden Liberalität des Besitzers Gebrauch machend, über das sehr wichtige Material, das durch dieselbe der wissenschaftlichen Benutzung erschlossen wird, ausführlich berichten und eine Anzahl der bedeutendsten Stücke in ihrem vollen Wortlaut zum Abdruck bringen. _ H. B. M. Grünwalds „Jüdisches Centralblatt, VII. Jahrgang Heft 2, S. 69—106", enthält zwei Aufsätze des Herausgebers „Jungbunzlauer Rabbiner" (auch in einem Separatdruck erschienen) von 1609—1886 und „Zur Geschichte der israel. Cultusgemeinde Pilsen" (14. und 15. Jahrh.). Die literarischen Notizen weisen auch auf die Böhmen betreffenden Abschnitte und Zinssätze unserer Zeitschrift hin. Die Zeitschrift der hist. Ges. für die Provinz Posen enthält VI. Jahrg. 1. H. (Posen, I. Jolowicz 1888) S. 100—102 eine Mittheilung Blochs „Eine Posener Urkunde zur Geschichte des Talmuds in Polen". Sie bezieht sich aus eine von polnischen Convertiten 1569 versuchte Hinderung der in Lublin seit 1555 begonnenen Talmudausgabe; und ist ein Privileg, das dem Posener Juden Markus Meier ausgestellt wurde. F. Liebermanns Beurteilung von S. Goldschmidt „Geschichte der Juden in England" (Deutsche Zeitschrift für Geschichtswissenschaft I, 182