Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge zur Geschichte der Frankfurter Juden im dreißigjährigen Kriege
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 28)
- Language
- German
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im dreißigjährigen Kriege. 157 Anbang. Unterthänige Supplikation jetziger Zeit Vorsteher der gesarnmten Judenschaft allhier um Uffnehmung eines jüdischen meälei. (I^eetum Z.III. 31 und ist willfahrt.)---E. G. haben außer allen Zweifel guten erinnerlichen Andenkens sich selbsten großgünstig zu berichten, wie daß unlängsthin einer der iQeäieiv, Lateinisch und Griechisch und anderer mehr Sprachen wohl erfahrener jüdischer äoetor meäiein aus fremden Landen alhero kommen und nicht allein den jüdischen Patienten, deren sich in der Zudengassen und deren Hospital doch hier gar nicht wenig befinden, sondern auch zugleich gemeiner Bürgerschaft und zwar den vorzüglichen um leidentliche Belohnung, den Armen aber gratis und um Gottes Willen vermittels göttlichen Segens mit Arzenei, Rat und guten Mitteln bedient zu fein sich anerboten; auch bei E. W. unterihänigst supplizirt und gebeten, ihme allhie sich aufzuhalten großgünstig zu vergönnen; zwar auch gemeine Judenschaft allhie neben ihme die gänzliche Hoffnung gefaßt gehabt, es würde seinem Erbieten um so viel eher deferiert werden, weil sein unterthäniges Suchen nicht nur allen, ihm und gemeiner Zudischeit allhier, sondern auch gemeiner Bürgerschaft und aller deroselbigen Angehörigen Dienst- und Brodgenossen zum Besten angesehen gewesen, jedoch aber ungezweifelt der Ursachen halben, weil die Zudenschaft allhier mit der Medizin Doktoren genugsam versehen gewesen, ihm sein Petitum abgeschlagen worden. Wann denn nun, großgünstige gebietende Herrn, mehr als vor Z00 Jahren und noch bei Manns Gedenken vor 20 Jahren hero allhie Herkommens und üblich gewesen, daß nicht nur 2, sondern 3 jüdische öoetores meäieivae benamenlichen Aaron „zur goldenen Rosen", Samuel „zum Lämmlein" und Schlumb „auf den Tanzhaus" in der Zudengassen gewesen, geduldet und gelitten worden sind, dazu es nunmehr in der Judengassen allhie also beschaffen ist, daß wegen Schlumbs rötlichen Abschieds von dieser Welt und dann dessen von Wertheim allhier gelangten und einkommenen jüdischen Doktoris von vielen vornehmen Herrn allhie gebrachten und noch verendten auslendscher Bestattungen und sogar wenig zu Haus und deswegen gemeiner Judischeitund sonderlich allda ihnen in dieser Stadt nicht genugsam versorgen kann, da hero unfehlbarlich erfolgen thut, daß dieser oder ein anderer jüdischer Medikus auf begebenden Notfall mit großen, schweren Unkosten von andern Orten allhero geholt und nichtsdestoweniger besorget werden muß, daß unterdessen nach einem andern geschickt wird, die armen Patientes xroxter ivoxiaiu xeeunias und verlangter Auskunft des ausländischen Medici ohne Hilf verkommen und verschmachten, ja gar des Todes sterben müssen, ferneres und über das alles eben dieser jüdische Doktor meÄiewas, ob er wohl in verschiedenen Sprachen, der Philosophie und Medizin also (?; unleserlich) fundamentaler erfahren ist, daß man auch ihn des Kraäus äoetoratus würdig geachtet hat, je dannoch und diesem ungeachtet auf E. W. Begehren sich dem 11«