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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 1 · p. 97

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 1
Article
Zur Mendelssohn-Literatur
Date
1888-01-01
Page
97 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Zur Mendelssohn-Literatur. Von Ludwig Geiger. 1. In Albert Cohns (Berlin) 181. antiquarischem Kataloge S. 23 Nr. 257 findet sich folgende Mittheilung, der ich durch Abdruck an dieser Stelle auch im Kreise unserer Leser Verbreitung verschaffen möchte: „Mendessohn (Moses). Nanuserixt aut.— Von der Unkörperlichkeit der menschlichen Seele. 50 x. xl. 8. Alter Lederbd. — Völlig unbekannte und unbenutzte Handschrift, aus dem Nachlasse von Mendelssohn's Freund Hennings und zuletzt im Besitz Prof. Wattenbach's, des Letzteren Enkel. Aus dem Rücken des Bandes steht ein H. in Gold gedruckt. Ursprünglich schrieb Mendelssohn das Werk in hebräischer Sprache, dann wurde es von I. Gprres^ ins Deutsche übersetzt und 1785 in Wien gedruckt. Daß auch Mendelssohn es selbst deutsch bearbeitet hat, blieb bisher unbekannt. In Görres' Vorrede zur Ausgabe von 1785 liest man: „Den Ursprung dieser Schrift haben wir einer preußischen K. Hoheit zu verdanken, die bisherige Zurückhaltung derselben aber der herablassenden Bescheidenheit des Herrn Verfassers zuzuschreiben. Zu erzählen, wie sich die ganze Sache ereignete, wäre eine Belehdigung behder erlauchten Geister . . . Warum ich den Eingang, den der Herr Verfasser in diese Abhandlung machte, weggelassen habe? Herr Mendelssohn wird verlässig die Ursache leicht einsehen und mir es verzeihen"?c. Den hier erwähnten „Eingang" enthält unser Manuscript. Die erwähnte „K. Hoheit" wird Prinz Heinrich sein und für diesen wird ursprünglich der von Mendelssohn's Hand sehr sorgsältig und sauber geschriebene Band bestimmt gewesen sein; auf ihn wäre vielleicht auch das H. auf dem Rücken des Einbandes zu deuten." Ist die hier angeführte Schrift etwa dieselbe wie die von Jördens, Lex. dtscher Dichter und Prosaisten III, 546 erwähnte: „Kurze Abhandlung über die Unsterblichkeit. Aus dem Hebr. übersetzt von vr. Friedlaender." Berlin und Stettin 1787, oder: „Abhandlung über das Kommerz zwischen Seele und Körper. Aus dem Hebräischen übersetzt von Sal. Anschel." (Frankfurt a. M.) 1788. Nach der Erwähnung der ersten folgt der Zusatz: „Sie enthält die Lehrsätze von der Unsterblichkeit der menschlichen Zeitschr. f. d. Gesch. d. Juden i. Deutscht. II. 7

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