Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1888
- Issue
- Heft 1
- Article
- Memorbücher
- Date
- 1888-01-01
- Page
- 88 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2259275-2259334-2259336-2263566--0551-2263670- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Memorbücher. Von Leopold Löwenstein. (Fortsetzung und Schluß.) David bar Jehuda Lob Krakau, der die Summe von 500 fl. stiftete, um die Zinsen jährlich an die Armen verteilen zu lassen. Der Rabbinatsassessor Jizchak Awrohom Chajim Dinkelsbühel (das Memorbuch des Waisenhauses rühmt von ihm, daß er von Jugend auf bis zu seinem 70. Lebensjahr mit Thorastudium sich beschäftigte und hier in Fürth 40 Jahre lang amtirte). Der große, fromme und durch erhabene Eigenschaften ausgezeichnete Rabbiner Baruch Awrohom bar Meir Kohn RapoportH, der viele Jahre hier in Fürth den Rabbinatsstuhl inne hatte und in besonderer Bescheidenheit und mit hervorragender Gelehrsamkeit Predigten hielt; er war Schwiegersohn des berühmten R. Mosche Charif und lehrte schon in seinem 18. Lebensjahre in Wilna; 36 Jahre lang war er hier in Fürth bei Tag und Nacht in Erforschung der Gotteslehre thätig; er beschäftigte sich mit den Geheimnissen der Thora und führte ein aszetisches Leben zu Ehren Gottes; er starb am 23. Nissan 506 (13. April 1746). Nr. 553 der greise R. Josef Apotheker, Sohn des verst. R. Menachem Man v. Prag. Nr. 567 unser hochberühmter und durch große Gelehrsamkeit hervorragende Rabbiner David Strauß aus Frankfurt a. M.-), der von Jugend auf Thora lernte nnd lehrte; er war mehr als 20 Jahre (?) Rabbinatsassefsor in Frankfurt a. M., wurde zu 33 Jahren Rabbiner in Holleschau, war 5^/> Jahre Rabbiner in Worms und wurde von da a. 1749 nach Fürth berufen, wo er 13 V2 Jahr Rabbiner war, dabei stets in Gottes Wegen wandelte und unparteiisch Recht sprach, sich der Waisen und Witwen annahm und unter der Jugend Thorakenntnisse zu verbreiten suchte; er starb Freitag 28. Jjar 522 (21. Mai 1762). Unter 38 weitern Jiskor (Nr. 568 bis 605) befindet sich: der angesehene Deputirte unserer Gemeinde Naftali Jakob bar Abraham Hechingen (starb 523 — 1763), die gottesfürchtige Frau Rachel, Tochter des Rabbiners Baruch Kohn Rapoport, Witwe des Samuel Spiro von Prag (st. 524 — 1764). Nr. 606 die fromme und tugendhafte Frau Zortel Rachel Bilha Malka, Wtw. des gelehrten Salomon Kleve, die für die Gotteslehre wirkte, indem sie ihre Jünger unterstützte, überhaupt durch t) Name einer hochberühmten Gelehrtenfamilie; zu ihrer Geschichte vgl. Iellinek, Kontros Hamekonen S. 66 ff. 2) Ein Brief von David Strauß ist im Hisabkut (Streitschrift in Sachen Eibenschütz-Emden) S. 102 abgedruckt.