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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 4 · p. 383

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 4
Article
Aus der älteren Geschichte der Juden in Regensburg
Date
1887-01-01
Page
383 (sequence 1)
Language
German
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Aus der älteren Geschichte der Juden in Regensburg. Von Moritz Stern. Urkundlich werden Regensburger Juden zum ersten Male 981 erwähnt. K. Otto II. überließ damals den Mönchen des heiligen Emmeram zu Regensburg ein Gut in der nördlichen Vorstadt/) dem heutigen Stadtamhof, welches sie von dem Juden Samuel gekaust hatten. Bald darauf ist uns auch das Vorhandensein des Judenviertels bezeugt. In einem Schenkungsbuche des Klosters St. Emmeram aus der Zeit Abt Richolts (1006—1028) findet sich als Ortsbestimmung: „in der Nähe der Judenwohnungen." 2) Diese Judenansiedelung befand sich auf dem heutigen Neupsarrplatze.^) In allerer Zeit war dort überhaupt das Viertel der Kaufleute.*) Eine Brücke, die in der Nähe am westlichen Stadtthore über den Stadtbach führte, trug den Namen „Judensteg." ^) Wo heute die Neue Pfarre steht, war früher die Synagoge. Sie wurde zwischen den Jahren 1210 und 1227 erbaut. Vor dieser Zeit war das Huoääam xraeäimn, Leierstat nonünatuin.. in Zudurdano Retinae eivitatis... Huoä iäom nostro xermiLLu ex Hnoäarn 3näa.eo Lamukel äiew in anterius xretio eoMparaveruiit. Stumpf 792. 2) kroxe inäeorum naditaeuls.: Quellen und Erörterungen zur bayrischen und deutschen Geschichte I, 24.?raä. nr. 42. Vgl. Jahrbücher des deutschen Reichs unter Heinrich II. Bd. I, 30. Hier in den Quellen und Erörterungen I, 410 findet sich auch die von Dümmler, 6e8ts. LerenZaril imxsratoris, S. 157—8 übersehene Stelle der Akten des Erfurter und Dingolfinger Concils vom Jahre 932 bezüglich des an Heinrich I. gebrachten Briefes, in welchem über Borgänge zwischen Juden und Christen in Jerusalem berichtet und Heinrich zur Taufe oder Vertreibung aller unter den Christen wohnenden Juden aufgefordert wird. 2) Es geschieht ihrer Erwähnung 1156: xrsäimn nostruin, guoS äieitur aä ZuÄeos (Ried, (üoä. Gxl. exiseox. Ratiskon. I, 227), 1242.- arsa intra «Inäaeos sita (ReZ. doiea II, 328) zc. Die späteren Grenzen der Judenstadt sind auf der Karte bei v. Walderdorff, Regensburg in seiner Vergangenheit und Gegenwart (1874), S. 48 angegeben. Vgl. daselbst auch S. 22, 64, 211. Das Saalbuch des Stiftes Niedermünster in Regensburg, geschrieben 1444 (Verhdlg. des historischen Vereins in Niederbayern Bd. 23, Landshut 1885) hat a. a. O., S. 244: item von einem Haus und Hofstat oben in der walhenstraz das dritt Haus von den Juden ror; a. a. O., S. 245.- item von einem Haus und Hosstat under den Juden hinden gen der Tumprobstey über zunächst der fleischpanch. ^)?a.KUS inereatorins, Kram Winkel. H ^rrwlt äs xonte iuäeornin (Quellen u. Erörter. I, 185 nr. 50; 1110 bis 1117:?6rn0lt äe önäendrukke (a. a. O., S. 198 ni-. 84; 1267: eapeUam in xovte sitain inäeornin (Janner, Gesch. der Bischöfe von Regensburg II (1884), 451, 504 Anm. 6). Vgl. Rie6, a. a. O. im Index s. v. Znäenprukke.

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