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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 4 · p. Seite 381

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 4
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1887-01-01
Page
Seite 381 (sequence 5)
Language
German
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Miscellen. 381 Den beiden Ungenannten Jablonski und Neumark vermuthet; in Beziehung auf letzteren scheint mir doch die Sache -zweifelhaft. — Auch die Haftarot zum Pentateuch vom I. 1705 sind, nach dem TiLelbl., 1703 angefangen. 1704 ist nur durch das Sabbatgebetbuch (B. 2252) vertreten. Doch hat man wahrscheinlich schon im Herbst den 1. Theil des gleich zu nennenden Pentateuchs beendet, da ein Gutachten und die Vorrede Kislew 465 datirt sind. 1705 brachte die bedeutendste Leistung der Jablonskrschen Druckerei, den Pentateuch nebst Haftarot (1703 begonnen) und Megillot mit Commentaren (B. 747 und Add.), darunter zum ersten Mal den des Samuel b. Meir,">) welchen Josef b. Mose Darschan in der Bibliothek des David Oppenheimer gesehen und herauszugeben beschlossen hatte. Der Tod ereilte ihn (nach B. x. 1514 am 30. Dec. 1702) vor Beendigung des I. Theils (Genesis-Levit.), die Wittwe Cheile übernahm die Kosten der Fortführung und ihr Schwiegersohn, Salomo b. Mattatja, Dajjan in Lissa, die weitere Ausführung.") Die an sich nicht zu rühmende Ausgabe dieses (zu Anfang unvollständigen) schätzbaren Commentars ist jetzt entwerthet durch die Ausgabe Rcsins (1882) aus derselben, anderweitig ergänzten Handschrift. ^) —Aus dem Titel wird die große Sorgfalt des Hofpredigers Jablonski gerühmt, der jedes Blatt (wohl nur des Textes) genau corrigirt habe. Fol. 522 K (Ende Lev.) nennen sich die Setzer: Chajjim b. Katriel aus Krakau (früher in Prag und Dyhrenfurth, B. x. 2862, er starb 1719) und der bereits genannte Moses b. Pinchas; zu Ende des Targum Schenri (I k. 73): Elimelech b. David Melammed (B. x>. 2884), in Reimprosa sein Gewerbe rühmend. Wir haben des bekannten David Oppenheimer gedacht, der damals Rabbiner in Nikolsburg in Mähren war und von jenem Pentateuch Exemplare auf Pergament und in großem Format besaß (wie von anderen Drucken seiner Zeit). Ein (Schüler desselben war Meir Neumark, Sohn des Jehuda Neumark, früher in Frankfurt a. M. und schon als 15jähriger Knabe poetischer Schriftsteller. Im Jahre 1703 übersetzte er, auf Anregung Oppenheimer's, Geographisches und Astronomisches, worüber mehr <m einem andern Orte. io) Auf die Vorrede Oppenheimers folgt ein Titelblatt...!"l>, auf dessen Rückseite der Text beginnt. ") In dem Vorworte desselben wird die Verwandschaft bis auf „Saul Wahl" (falsch ^551^ gedruckt), den angeblichen Eintagskönig in Polen, zurückgeführt. — In B. 747 fft irrthümlich Cheile als verstorben bezeichnet. 12) Vgl. Rosin, R. Samuel b. Meier als Exeget (1886) S. 37 ff. 12) Neubauer (Oat. x. 704) giebt unter N.2060 unrichtig als Schlußdatum Schebat 1706. Der Monat steht auf dem Titelbl., aber 463 in Worten; auch 5.177 wird dieses I. als gegenwärtiges angegeben, im Epigraph ist das Datum 7 Adar 463 wieder in Worten gegeben. — Ich habe N. 2059 u. 2060 vor mehr als 30 Iahren in Oxford für den beabsichtigten Handschristkatalog angesehen. Wolf nennt irrthümlich den Vater als Verfasser.

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