Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Ohne Titel] / L. G.
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 3)
- Language
- German
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Nachrichten. 293 Elie Scheid giebt in der Revue äes etnäes Mives XII, S. 62—84 eine sehr interessante Studie über Joselmann von Rosheim (vgl. oben S. 203) mit ungedruckten Urkunden aus den Archiven von Colmar, Obernai, Straßburg, Wetzlar und denen des äexartemeiit än da.8-I5KW. Wir kommen vielleicht später auf die sehr interessante Persönlichkeit zurück. — Dasselbe Heft S. 105-126 bringt den Schluß von Ab. Kahen's Studien über das Metzer Rabbinat während der französischen Periode. Der Schluß behandelt die Geschichte des Rabbinats und der Rabbinen 1789—1871. Besonders bemerkenswerth sind die Mittheilungen über die französische Revolutionszeit. L. G. Nachträge von Berichtigungen. Zu oben S. 119 ff. und S. 128 ff. Höpfner schreibt an Nicolai am 24. August 1782 (Original in den Nicolai-Papieren der Verl. Kgl. Bibl.): „Herrn Mendelssohn bitten Sie in meinem Namen daß er seine Nation gegen den Vorwurf rette, der ihnen in unseren Gerichten täglich gemacht wird, und mich schon oft in Verlegenheit gesetzt hat. So oft nehmlich ein Jude das Suppletorium schwören will, sagt das Gegentheil es gehe nicht an, weil die Juden an ihrem großen Versöhnungstage von allen gegen die Christen gesprochenen Eiden losgezählt werden. Der Jude leugnet das und der Richter? — weiß nicht was er glauben soll. Ich wollte daß Hr. Mend. lieber diesen Punkt als die alberne Geschichte vom Christenblut in seiner vortrefflichen Vorrede widerlegt hätte." (Gemeint ist die Vorrede zur Übersetzung der Schrift Manasseh's bei Israel.) An Moses Mendelssohn'). Der Bollenbeißer und der Haushund. Aber daß du so gar nicht von deinem alten Dienst abzubringen bist, sagte ein richtiger Bollenbeißer (indem er ein treues christliches Haus- Lhier nach der Heerstraße herauszulocken suchte) darum weil dein Vater darin altgeworden. „Und wenn der Dienst, den mein Vater sich erwählte gut war?" Das macht, er kannte keinen besseren. „Was nennst du besser?" Wie? mußt du nicht, weil es die Knechte wollten, dich täglich tausend Possen bequemen, die dir gewiß nicht gefallen und deinem Herrn noch weniger? „Und du? was haben deine Possen vorzügliches?" Possen! man hört es daß du gar keinen Begriff von der Wichtigkeit meines Dienstes hast; aber wisse, daß ich Blut und Leben wage, um denselben zu vertheidigen. „Ich weiß, daß du oft manchen öffentlich und manchen ingeheim erwürgest, aber eben um deswillen begehre ich nicht meinen Dienst mit dem deinen zu vertauschen und hiermit kehrte er ruhig in sein Haus zurück. ') Von Hennings. Aus s. Handschriften in der Hamburger Stadtbibliothek, Bd. 6.