Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1887
- Issue
- Heft 3
- Article
- Memorbücher
- Date
- 1887-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 2)
- Language
- German
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MiScellen. 275 Nr. 15 nennt Joel und dessen Frau Breinle, Tochter des heiligen R. Natanael des Priesters; Nr. 19 den geehrten Vorsteher und Führer R. Jakob bar Baruch, der viele Jahre hindurch „Schtadlan"') war. Nr. 20 bis 31 sind 12 Jiskor mit den gebräuchlichen Zusätzen; hierunter befinden sich: der Vorsteher Schneior und seine Frau Vogel; der heilige Vorsteher Elchanan bar Israel Mosche (und dessen Frau Channa bath R. Josef Menasche), der in Höchstadt ermordet wurde (M. A.); der gelehrte R. Kalonymos Efraim bar Schimschon Halewi, der durch hervorragende und allseitige Frömmigkeit sich hervorthat lin^sl ^'O ^2 "i'MI p'-ni ^''N^ Joel bar Jekutiel der Priester, der einen schönen Vorhang für die hohen Festtage in die Synagoge stiftete; starb 1622 und wurde in Schnaitach begraben (M. A.). Nr. 32 ist dem R. Ascher bar Jizchak Halewi gewidmet, der hier in Fürth nahezu 30 Jahre lang Vorbeter war und durch vielseitige gute Werke sich auszeichnete, starb 1632 (M. A.). Unter 15 weitern Jiskor befindet sich der Rabbiner Jakob bar Jizchak Halewi. Nr. 51 nennt den Rabbiner Schlomoh bar Jehuda, der in Fürth Thorakenntnis verbreitete und in Schnait ach, sowie in Hammelburg Leiter von Talmudschulen war d^^O d55">L"2 7^1^ NIpv". Nach einer, m Kurrentschrift beigefügten Notiz starb derselbe an letzterm Orte und wurde dort begraben am 24. Elul 395 — 1635 (hier zum ersten Male Angabe des Datums, jedoch von späterer Hand). Nr. 53 der heilige R. Meir bar Jekutiel. Dem Vorsteher Nastali bar Joel (Nr. 54) wird u. A. seine Mitwirkung beim Shnagogenbau nachgerühmt. Unter Nr. 55 bis 100 sind genannt: der fromme Rabbiner Meir bar Abraham Heilbronn; der heilige R. Schneior, Sohn des gelehrten R. Joel mit andern Heiligen, die den Märtyrertod erlitten; der fromme Rabbiner Mosche Jeschaja Elchanan, Sohn des Rabbiners Meir Heilbronn. Nr. 101 der berühmte Gelehrte und hochverehrte Rabbiner Menachem Man^), Sohn des R. Mosche, der viele gute Eigenschaften besaß und Thorakenntnis in Israel verbreitete p INI ^'"IN;O '1 .1^1N2 ^OIO ."Nin Nr. 104 die geehrte, fromme und tugendhafte Frau Bunlm, die vor ihrem Tode ein Thoramäntelchen eigenhändig verfertigten^ 2-!'?? das ihr Gatte, der Vorsteher Salomon Schneior, für eine Thorarolle stiftete. Nr. 106 der geehrte und gelehrte Vorsteher Joel, Sohn t) Unter Schtadlan versteht man einen Syndikus, der als Fürsprecher, Verteidiger und Beschützer seiner Glaubensgenossen dieselben den Niedern, hohen und höchsten Behörden gegenüber zu vertreten hatte. Die Aufzählung aller Schtadlanim, deren Einfluß das Judentum die Erhaltung und Rettung von vielen taufenden seiner Bekenner verdankt, Ware das herrlichste Pantheon, das je errichtet wurde. 2) Stadt in Unterfranken, wo 1349 Judenverfolgnng war; daher auch in der spätern jüdischen Literatur manche Namen mit dem Beisatz (einer von den Vertriebenen Hammelburgs). 3) Nicht zu verwechseln mit Menachem Man, d. i. Menachem Mendel Auerbach, Verfasser des Atteret Sekenim, der in Wien lebte und als Rabbiner in Krotoschin starb.