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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 3 · p. 274

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 3
Article
Memorbücher
Date
1887-01-01
Page
274 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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M i s c e t t e n. Memorbücher. Von Leopold Löwenstein. (Fortsetzung.) Nach der altehrwürdigen Gemeinde Fürth führt uns ein anderes Menwrbuch, dessen Beschreibung nach einer bei Merzbacher befindlichen Kopie hier folgt. Ich beginne mit dem Memorbuch der „Neuschule". Dasselbe, auf Pergament geschrieben, hat weder Titelblatt, noch Zeitangabe darüber, wann es angelegt, oder der erste Eintrag vollzogen wurde. Nach Jekum purkan, Mischeberach u. s. w. (wie oben) beginnen die üblichen Jiskor (Seelengedächtnisse) mit R. Schlomoh :c.; es folgt mit Nr. 7 R. Meir bar Baruch, R. Schalom, R. Aharon und alle übrigen Rabbinen, welche durch ihre gelehrten Forschungen Thorakenntnis in Israel verbreitet haben 2.^QPL221 L^N^ND ^551!5"IZ Nr. 11 die lieblichen und frommen Brüder Mosche und Jehuda, Söhne des R. Jekutiel'), die, im Leben und Tode unzertrennlich, sich hingeopfert zur Heiligung des göttlichen Namens, die der Versuchung widerstanden und außergewöhnlichen Tod erlitten, wodurch an vielen Orten den Juden Freiheit und Rettung ward ni'i ^1 .^INQ n^Q l^DOl inn^ 5^2^ "!N55 2^1^ Nr. 12 und 13 sind den Gemeinden im Allgemeinen gewidmet. Mit Nr. 14 beginnt der spezielle Teil und zwar mit einem Jiskor für Abraham bar Schimschon Halewi, dessen Biedersinn, Wohlthätigkeit und Gastfreundschaft rühmend hervorgehoben wird. Zu seinem ehrenden Andenken haben seine Kinder eine gewisse Summe einem wohlthätigen Zwecke gewidmet i^ll^ ."p'^ ->12>'2 (ähnlicher Zusatz bei allen folgenden). Derselbe starb am 21. Tebet 352 6. Januar 1592 und wurde in Schnait ach-) begraben (M. A.-)). 1) Diese 2 Heiligen, denen zu Ehren der Krakauer Rabbiner Mosche Mordechai Margaliot ein eigenes Bußgebet (Selicha) verfaßte, starben 1596 in Warschau den Märtyrertod und werden auch in anderen Memorbüchern erwähnt; vgl. Zunz Ir lia^eäek S. 45 und Annika. 41; Syn. Poesie S. 339. Landsbut ^innäe Saaboäa S. 232 ff. 2) Ein in Mittelfranken gelegener Ort (Schneidig, Schnatich, woher der Familienname Snadig), dessen Synagoge die Jahreszahl 1570 trägt. Einschlägige Notizen finden sich im Orient 1846 S. 327, Israelit 1878 S. 1228; vgl. Aretin, Gesch. der Juden in Baiern. 3) Mit M. A. bezeichne ich diejenigen Notizen, welche dem Memorbuch der „Altschule" (s. u.) zu entnehmen sind.

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