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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1887-01-01 · Heft 3 · p. Seite 215

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1887
Issue
Heft 3
Article
Die Judenprivilegien Heinrichs IV. für Speier und für Worms
Date
1887-01-01
Page
Seite 215 (sequence 11)
Language
German
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O. Stobbe, Die Judenprivilegien Heinrichs IV. für Speier und für Worms. 215 Senium, exeepto tantum ante äomum raouetaream vet sieudi alidi mouetarü eamdienäum eouseäeriiit. ^) Im übrigen sind noch einzelne Differenzen hervorzuheben. Nach dem Speierer Privileg wird die Verletzung der Juden mit der Zahlung von einer Ukrs. auri an den Kaiser oder Bischof bedroht, in der Wormser Ausfertigung (e. 2) heißt es: in ^raeiam nostrain reus sit, was wohl dasselbe bedeutet, wie an einer späteren Stelle (e. 12): kaiiumn, iä est tres lidras aurl, xersolvat linxerAtori. ^) Der Schuldige verfällt in die kaiserliche Ungnade; der Sinn ist klar, aber der Text entspricht nicht dem mittelalterlichen Sprachgebrauch und wir dürfen wohl annehmen, daß hier in Folge der vielfachen Transsumptionen der Text verdorben ist. Das Speierer Privileg (e. 9) gestattet bloß allgemein den Juden christliche Dienstboten zu miethen, detaillirter erwähnt das Wormser auch aueillas et nutriees Odristianas kadere. ^) — Endlich unterscheiden sich auch die Vorschriften über den Beweis (e. 11 und e. 14); was die ausführlicheren Bestimmungen des Wormser Privilegs über das gemischte Zeugniß von Juden und Christen verordnen, stimmt mit keiner der zahlreichen Vorschriften in andern Quellen überein;^) unklar bleibt, was es mit den üäeMLsores aus sich hat. 1) Es tritt uns hier wieder entgegen, daß das kaiserliche Privileg für die Speierer Juden unabhängig von dem bischöflichen Privileg für sie ist. Denn in letzterem (Hilgard Nr. 11) sagt Bischof Rüdiger: attribni ei3 stiam illtra aiuditum kaditationis sue (im Iudenviertel) et ereAione (sie) extra portum. usHue sd uavalem portuin st in ipso navali xortu liderarrt potsstatem eommutauäi aurum et arZentnill, emendi vsro et ven6eii6i oirmia, c^ue plaoneriiit. Larldem c^uoc^ue lieeneiam tradiäi eis per totam eivitatem. — Hätte dasselbe Heinrich IV vorgelegen, so würde das Recht des Geldwechsels wohl auch von dem Kaiser ihnen zugesprochen sein. 2) Hier heißt es für Speier: d^rrnum I, iä est 3 lidras ai'Zenti; in dem Wiener Privileg fehlt die Detailbestimmung. 5) Auch hier ist das Speierer königliche Privileg nicht von dem bischöflichen beeinflußt, denn in letzterem heißt es bereits : vutrieeL yuohue et eoriäuetieios sei-vieutes ex nostris lioite ksdsÄllt. ^) Vgl. Stobbe S. 148 ff., 259 ff.; zu den hier angeführten Quellen ist noch hinzugekommen das (üapitulare Karl's des Großen von 809 e. 13 (Bor et ins x. 152). — In dem Wiener Privileg fehlt die Wormser Erweiterung.

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