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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1937-01-01 · Heft 4 · p. Seite 243

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1937
Issue
Heft 4
Article
Zur Geschichte der Juden in den schwäbischen Reichsstätten
Date
1937-01-01
Page
Seite 243 (sequence 1)
Language
German
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Miszelle wurde 1709 Joseph Abraham, wahrscheinlich einer seiner Brüder, bestätigt25), an dessen Stelle vor 1720 Moses Cahn trat25). 1720 wird Isaac auf Vorschlag der Judenschaft in seinem Amt bestätigt25). 1723 starb er wahrscheinlich. In diesem Jahr erscheint wieder ein Warendorfer, Salomen Jacob, als Obervorgänger im Münsterlande26). Von da ab bis zum endgültigen Übergang des Hochstiftes in preußischen Besitz (1813)27) bleibt Warendorf Vorort, von dem aus der Obervorsteher unter wechselnder Bezeichnung als Obervorgänger, Land- oder Oberrabbiner, Hofjude, Hoffaktor seine Funktionen ausübt. In den 128 Jahren von 1667 bis 1795 wächst die Landesgemeinde von 23 auf 203 Familien an23). * Übersicht der Obervorgänger und Rabbiner im Münsterlande 1651—1813. Nini Levi in Warendorf, 1651—1668; Rabbi Moses (?) um 1649 vergleitet; Abraham Isaac Auerbach, Oberrabbiner, in Coesfeld, 1668 bis mindestens 1683; Isaac Abraham in Coesfeld, bis 1723; Joseph Abraham, Rabbiner, um 1709, in Coesfeld (?); Salomon Jacob, in Warendorf, 1723—1769; Moses Cahn, Rabbiner, 1720—1730; Samuel Essing, Oberrabbiner, 1742 bis mindestens 1763; M. M. Breslau, Landrabbiner, 1771—1789; David Breslau, Landrabbiner, 17S9— 1815; 1730—1769, während das Erzstift Köln mit dem Hochstift Münster durch Personalunion verbunden war, steht der Landrabbiner von Köln in amtlichen Beziehungen zu Münster neben den einheimischen Funktionären; Juda Mähler II, etwa 1730—1751; Samuel Aschkenasi, 1751—1766; Elkan Aschkenasi, bis 1769. Miszelle Zur Geschichte der Juden in den schwäbischen Reichsstädten Von Moritz Stern Unter den drei historischen Doktordissertationen, die in letzter Zeit von Hörern des Berliner Rabbinerseminars auf meine Veranlassung verfaßt wurden — Moses Szulwas, Die Juden in Würzburg während des Mittelalters, Berlin 1934; Siegmar Bromberger, Die Juden in Regensburg bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts, Berlin 1934, und die vorliegende Züricher Dissertation von Hermann Dicker, „Die Geschichte der Juden in Ulm, ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters"1) — ist die letzte am umfangreichsten. Sie unterscheidet sich auch dadurch von den anderen, daß sie bisher ungedrucktes archivalisches Material verarbeitet. Zwar haben auch P r e s s e 1, Geschichte der Juden in Ulm, 1873, und N ü b 1 i n g, Die Judengemeinden des Mittelalters, insbesondere die Judengemeinde der Reichsstadt Ulm, 1896, sowie Straßburger, Zur Geschichte der Juden von Ulm nach Resp. 147 des Jacob Weil, 1917 (in Festschrift Kroner) das Ulmer Stadtarchiv benutzt, aber Dicker hat noch einmal das ganze Ulmer handschriftliche Material durchgesehen und die Urkunden des Stuttgarter Staatsarchivs hinzugenommen. Seine „Abhandlung" ist eine fleißige, prächtige Arbeit mit klarer Darstellung und sachlicher, besonnener Beurteilung der Quellen. Die Lektüre wäre noch eindrucksvoller, wenn nicht die Anmerkungen ans Ende des Druckes gestellt worden wären, sondern gleich unter dem Text ständen. 25> „Warendorf", Anm. 16, s. auch Anm. 21. 2G) „Warendorf", Anm. 16 u. S. 108. 27) Vgl. Rixen, S. 69. 28) Vgl. Rixen, S. 9. 0 126 S. M. Rothschild, Rottweil 1937. 16* 243

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