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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1937-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 116

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1937
Issue
Heft 2-3
Article
Die Juden im preußischen Staate von 1837
Date
1937-01-01
Page
Seite 116 (sequence 3)
Language
German
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Miszellen teressante Erläuterung: „In diesem Verzeichnisse befinden sich einerseits sehr viele kleine, in Bezug auf Gewerbe und Verkehr wenig bekannte Städte, besonders aus dem Großherzogtum Posen, andrerseits aber vermißt man darin, besonders in den Regierungs- Bezirken Marienwerder und Oppeln, ansehnliche und verkehrreiche Mittelstädte wie namentlich Thorn, Graudenz, Marienwerder, Neiße, Oppeln, Leobschütz und Neustadt in Oberschlesien. Mehrenteils haben besondere Begünstigungen der Grundherren, besonders in früheren Zeiten, Niederlassungen der Juden in unbedeutenden Städten veranlaßt und Widerstand der Zünfte, der Kaufmannschaft, zuweilen auch der Geistlichkeit, dieselben verhindert oder doch beschränkt: daher so verschiedene Verhältnisse der christlichen Einwohnerzahl zu der jüdischen in benachbarten Ortschaften." Die ersten zwanzig Ortschaften (Posen bis Chodziesen) der Tabelle hatten mit ihren Judengemeinden von mehr als 1000 Seelen an jüdischen Einwohnern insgesamt ........ 39 094 Die übrigen 33 Städte mit Judengemeinden von weniger als 1000, aber mehr als 500 jüdischen Seelen..... 22498 zusammen........61592 Hierzu kamen in den vier Regierungsbezirken Posen, Bromberg, Marienwerder und Oppeln 50 jüdische Gemeinden zwischen 499 und 250 Seelen mit zusammen 17129 jüdischen Einwohnern. Diese 103 jüdischen Gemeinden hatten demnach zusammen 78721 jüdische Einwohner. Außerdem wohnten in Städten der vier Regierungsbezirke in jüdischen Gemeinden unter 250 Seelen 12662 Juden, demgemäß überhaupt in den Städten 91383, auf dem Lande zerstreut 9727, und bei Militär waren 42, also insgesamt 101152. In den östlichen und mittleren Provinzen Preußens gab es nach der Zählung von 1837 ferner noch Juden in den Regierungsbezirken: Gumbinnen (1102), Königsberg (3943; Stadt Königsberg 1454), Danzig (5056; Stadt Danzig 2367; Stargard 590; Schöneck 295; Dirschau 410), Köslin (3006), Stettin (2953: Stadt Stettin 318), Stralsund (184; Stadt Stralsund 75), Potsdam mit Berlin (8221; Stadt Potsdam 130; Berlin 5645), Frankfurt a. O. (4262; Stadt Frankfurt a. O. 639;Schermeisel 256), Breslau (S995: Stadt Breslau 5413), Liegnitz (2401; Stadt Liegnitz 236; Großglogau 1094), Magdeburg (2334; Stadt Magdeburg 482), Merseburg (416), Erfurt (1339; Stadt Erfurt 149). Die Gesamtzahl der Juden dieser 13 Regierungsbezirke betrug 44 212. Von ihnen lebten in Städten 40769, auf dem Lande 3306, waren bei Militär 137; es ergibt sich also eine Gesamtzahl von 44212. An weiteren Städten mit jüdischer Bevölkerung sind hervorzuheben: Brieg (382), Halberstadt (356), Elbing (353), Prenzlau (321), Landsberg a. d. W. (311), Stolp (292), Berent (271), Stargardt i. P. (235), Tilsit (202), Nordhausen (186), Brandenburg (144), Halle (142), Mühlhausen i. Thür. (125), Quedlinburg (57), Burg (24), Greifswald (15), Görlitz (13), Naumburg (4). Die 38215 Juden Westfalens und der Rheinprovinz verteilten^ sich nach der Volkszählung von 183/ aut die acht Regierungsbezirke wie folgt: Münster . . 2 985 (Stadt Münster 180) Minden . . 5 273 Arnsberg. . 4 792 Köln . . .4 629 (Stadt Köln 454) Düsseldorf 6 622 (Stadt Düsseldorf 409) Koblenz . .7 308 (Stadt Koblenz 257) Trier . . .4 377 (Stadt Trier 266) Aachen . . 2 229 (Stadt Aachen 190) 38 215 Dazu bemerkt die „Allgemeine Preußische Staats-Zeitung" am 20. August 1838: „Hier wohnt der größte Teil der Judenschaft zerstreut auf dem Lande, und auch die in den Städten wohnenden sind so verteilt, daß keine Juden- Gemeinde volle 500 Mitglieder zählt." Wertvolle Vergleichsmöglichkeiten bietet ferner eine Übersicht über die nach der Volkszählung von 1837 festgestellten jüdischen Seelen in 11 Städten Rheinland-Westfalens: Köln mit Deutz (712 Juden), Bonn (495), Kreuznach (443), Düsseldorf (409), Koblenz (257), Ehrenbreitstein (63), Krefeld (293), Neuwied (276), Trier (266), Paderborn (253). Faßt man die Zahlen für Westfalen und die Rheinprovinz zusammen, so ergibt sich folgendes Bild: in den 11 oben aufgeführten Städten 3 407 in Städten mit weniger als 250 jüdischen Einwohnern .... 13 333 auf dem Lande.......21201 bei Militär......... 214 Insgesamt 38 215 116

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