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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1936-01-01 · Heft 1 · p. Seite 32

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1936
Issue
Heft 1
Article
Saul Ascher
Date
1936-01-01
Page
Seite 32 (sequence 5)
Language
German
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Jacob Mann. Zwei Briefe des Rabbiners Pinchas Katzenellenbogen aus öttingen 1798 anderen nicht mehr verständlich ist. Zu diesem äußeren, gleichsam vom Gegner aufgezwungenen Grund des Festhaltens an der Idee des liberalistisch aufgeklärten Staates kommt ein innerer, auf den Max Wiener mehrfach hingewiesen hat Eine große Zahl von Forderungen der jüdischen Ethik stimmt in ihrem Inhalt — selbstverständlich nicht in ihrer Begründung — mit den Humanitäts- und Toleranzlehren des Zeitalters der Aufklärung überein. Diese Gleichheit der Ziele gab der philosophischen Apologetik die Möglichkeit, die Ethik des Judentums in ihrem Verhältnis zur klassischen Philosophie zu demonstrieren. Gerade heute wird es wieder besonders erforderlich sein, daß der Kampf um das Recht und die Apologetik, um verstanden zu werden, neue Wege gehen, daß sie mit dem Ende des liberalen Staatsgedankens in Deutschland und vielleicht in der ganzen Welt auch im neuen Staat den soziologischen Ort für den Juden neu bestimmen und eine, Darstellung des jüdischen Kulturgutes schaffen, die seinem Wesensgehalt gerecht wird, gerechter, als es die Generation des Saul Ascher und seiner Nachfolger werden konnte. Zwei Briefe des Rabbiners Pinchas Katzenellenbogen aus Öttingen 1798 Von Jacob Mann*) Pinchas b. Jacob Katzenellenbogen war ein Bruder des Elieser Katzenellenbogen, bekannt auch unter dem Namen Lazarus Riesser, des Vaters von Gabriel Riesser. Pinchas wurde im Jahre 1795 der Nachfolger seines Vaters Jacob Katzeneilenbogen als Rabbiner in Öttingen1). Ester, seine Frau, war eine Tochter des Oberrabbiners von Schwabach und Ansbach Juda Low Lwow (Lemberger). Die hier behandelten zwei Briefe2), deren einer ein gemeinsames Schreiben von Ester Lwow und ihrem Manne darstellt, geben uns einen gewissen Einblick in das Leben einer kleinen, jüdischen Gemeinde in Deutschland während der französischen Revolutionskriege. *) Aus dem Englischen übersetzt von M. M. Professor Dr. I. Elbogen zum 60. Geburtstag gewidmet. *) Vgl. die Stammtafel der Familie Katzemell enbogen bei Löwenstein, Beiträge z. Gesch. d. Jud. i. Deutschland I (1895), S. 322—23. Über Jacob Katzenelnbogen und dessen Söhne Pinchas und Elieser s. ferner Edelmann, bist? fiSi-;, 34 b—35 a; Buber, nv <U3K, S. 110, Nr. 256; Eisenstadt, ö-amp nsn S. 117 u. 125. — Ober Pinchas Katzenellenbogen und seinen Vater ist jetzt noch zu vergleichen Lamm, Memorbuch von öttingen (Jahrb. d. Jüd. Lit. Gesellsch. XXII). M. Fr. 2) Hiermit sei Professor A. Marx der Dank dafür ausgesprochen, daß er es mir ermöglichte, den Manuskriptband zu benutzen, der zu der Sulzberger Kollektion der Bibliothek des Jewish Theological Seminary, New York, gehört und u. a. auch diese Briefe enthält. 32

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