Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 4
- Article
- Dem 60jährigen Ismar Elbogen
- Date
- 1935-01-01
- Page
- 206 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2259275-2259298-2259302-2262026--273-2262052- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
sich auch auf soziale und erziehliche Fragen des Judentums ausdehnen, besitzen für den Forschungskreis, dem unsere Zeitschrift dient, diejenigen besondere Bedeutung, die der Geschichte der Juden in Deutschland gewidmet sind. Dahin gehören die diesbezüglichen Abschnitte in seiner kurzen Geschichte der Juden, ferner eine Reihe von Einzelaufsätzen über jüdische Gelehrte Deutschlands, die einschlägigen Artikel in den verschiedenen Enzyklopädien, vor allem aber seine Arbeiten für die Germania Judaica, die, von Markus Brann und Aron Freimann begonnen, ihres Abschlusses harrt. Alle Arbeiten Eibogens zeichnen sich durch Reichtum der Quellen und Zuverlässigkeit ihrer Benutzung, durch Sachlichkeit der Beurteilung und Schlichtheit der Darstellung aus. Sie folgen nach Gehalt und Form dem gleichgearteten klassischen Ideal der deutschen Geschichtsforschung. Es war erfreulich, daß Elbogen diese Art wissenschaftlicher Arbeit auch in Gastvorlesungen in Amerika dartun durfte. Unsere Zeitschrift dient gleichen Aufgaben und Methoden. Außer den Beiträgen, die Elbogen selbst für sie liefert, fällt ihm der wesentlichste Anteil an der wissenschaftlichen Vorbereitung der einzelnen Hefte zu. Dafür sind die Schriftleitung und wir Mitherausgeber dem Freunde besonders dankbar. Möge er noch lange Jahre Kraft zur wissenschaftlichen Arbeit besitzen und namentlich der größten Aufgabe der historischen Forschung dienen können: zu zeigen, daß Geschichte nicht allein Verbundenheit mit der Vergangenheit, sondern auch Verbundenheit mit dem Leben der Gegenwart bedeutet. Frankfurt a. M. — Nürnberg, den 1. September 1934. Aron Freimann. Max Freudenthal.