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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1931-01-01 · Heft 2-3 · p. Seite 134

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1931
Issue
Heft 2-3
Article
Der erste Israelit in der Leipziger Kramerinnung
Date
1931-01-01
Page
Seite 134 (sequence 4)
Language
German
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Auf Vorhalt des Rates, daß er kein altes Silber kaufen dürfe, gab Levi zu Protokoll: „Es sey in der Messe gewesen4) und Ephraim habe es ihm erlaubt" Freiwillig erscheint Levi am 4. August 1758 nochmals vor dem Rate, wo er 4) Es war allen Juden gestattet, während der Messen mit Edelmetallen zu handeln. angibt, daß er der Innung 18 bis 20 Taler für die silbernen Schilder gegeben habe, auch seien alle Meister beim Wägen zugegen gewesen. Die Gesellen waren um ihr Eigentum gekommen. Noch 1761 war von den Meistern kein Ersatz geleistet, auch vermied es der Rat, sie zu bestrafen, trotzdem sie es verdient hatten. Arno Kapp. Bücherschau Isidor Kracauer, Geschichte der Juden in Frankfurt a.M. (1150— 1824), herausgegeben vom Vorstand der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a.M., Frankfurt a.M. In Kommission bei J. Kauffmann Verlag. Bd. I, X und 453 S. 1925; Bd. II, VIII und 553 S., 1927. Als Frucht jahrzehntelangen unermüdlichen Forschens, als Abschluß zahlreicher hochbedeutsamer wissen schaftlicher Vorarbeiten ist im Jahre 1925 der erste, im Jahre 1927 der zweite Band von Isidor Kracauers „Geschichte der Juden in Frankfurt" erschienen. Das Werk hat berechtigtes Aufsehen erregt und eine Fülle anerkennender Besprechungen in zahlreichen Zeitungen und wissenschaftlichen Zeitschriften des In- und Auslandes gefunden. Wenn ich der Bitte der Redaktion dieser Zeitschrift nachkomme und nach so langer Zeit seit dem Erscheinen noch eine Besprechung des Werkes übernehme, so erfülle ich damit eine doppelte Dankespflicht. Als Leiter des Frankfurter Stadtarchivs, als der von Amts wegen zur Verwahrung der urkundlichen Schätze, zur Betreuung der geschichtlichen Forschung Bestellte, habe ich einem der fleißigsten und erfolgreichsten unserer Benutzer zu danken, durch dessen Arbeiten nicht zum wenigsten die Kunde von dem Reichtum und dem Werte der Frankfurter Archivbestände in weiteste Kreise gedrungen ist, und der uns mit die wertvollsten Veröffentlichungen aus diesen Schätzen geschenkt hat. Und dann gilt mein Dank dem verehrten Mitarbeiter, dem ich über ein Jahrzehnt in gemeinsamer Forschung verbunden war, und dem ich verpflichtet bin für so mannigfache Anregung 134 durch alle seine Arbeiten und nicht zuletzt durch dieses sein Hauptwerk, das ich vom Beginn an habe wachsen und fortschreiten sehen, bei dem ich sowohl dem alten Freunde wie auch der die Lebensarbeit des zu früh Verstorbenen aufnehmenden, mir ebenfalls in Freundschaft verbundenen Gattin manche Hilfe leisten durfte. Wer den Reichtum des Frankfurter Stadtarchivs kennt und besonders seine bis vor kurzem noch fast ganz unbenutzten Bestände zur Geschichte der Judenschaft — lückenlos reichend vom Ende des 13. Jahrhunderts bis in unsere Tage —, der weiß, wie groß die Arbeit eines Historikers ist, der diese Fülle von Urkunden und Akten durchforscht hat. Und wer wie ich, Kracauers peinlich gewissenhafte Methode der Quellenforschung kennengelernt hat, der weiß, wie wahr sein stolz bescheidenes Wort ist, daß er „Pionierarbeit" geleistet habe. Kracauer hat aber nicht nur Pionierarbeit geleistet durch das Aufsuchen, durch das Sammeln und Sichten der Quellen, — neben dem Stadtarchiv hat er noch eine Reihe auswärtiger Archive, besonders das Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien benutzt und ebenso die reichhaltigen Archive der Frankfurter Israelitischen Gemeinde. Er hat wohl den riesigen Stoff voll ausgenutzt, aber sich doch nie in Einzelheiten verloren, sein Blick bleibt stets aufs Ganze gerichtet. So hat er nicht nur Wege geschlagen und Grundsteine gelegt, sondern er hat auch auf dem von ihm zubereiteten Grunde den Bau erstehen lassen. Es war ihm nicht vergönnt, die Drucklegung zu erleben, am 26. April 1923 hat der Tod dem fast 71jährigen die Augen geschlossen. Aber sein

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