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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1931-01-01 · Heft 4 (Januar 1931) · p. Seite 289

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 4 (Januar 1931)
Article
Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
Date
1931-01-01
Page
Seite 289 (sequence 6)
Language
German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judensassen in den deutschen Städten Stiegen am Pötten, 3 verschlagene Camer, im Höffei zur Rechten ain gwölbte Camer, 1 hilzene Stiegen im Höffl hinauf, 1 Vorheissl, 1 Stuben, 1 Kuchel, 1 Camer, alles Holzwerch. 1 Prunen und Schindltach...... 1800 fl. 31.) 1660, Wien: S. 236/56. Jakob Pirsch Erben. Die Einfarth gwölbt, zur Rechten ain Stiegen hinauf 1 Vorhauss, 1 Kuchel, beide gwölbt, 1 Stuben mit Ibss, 2 gwölbte Cämer, auf den Potten die Stiegen mit Holz, 1 Ziegeldach, im Gängl daroben 1 Löberhutten mit Stain pflastert, herundten widerumb zu ebner Erdten under der Stiegen 1 Vorheissl, 1 Kuchl, 1 Camer, alle drey gewölbt, alda gegenüber zu ebner Erdt 1 Vorheissl, 1 Stuben, 1 Camer, 1 Kuchel, alles gwölbt, 1 Keller. Darneben aber 1 stainerne Stiegen hinauf 1 Vorheissl und Kuchel, 1 Stuben, 1 Camer mit Ibss, auf dem Gängl zur rechten Handt 1 Vorheissl, 1 Kuchel, 1 Cämerl, 1 Stuben, doran 1 verschlagene Camer mit Ibss, am Gängl zur linkhen Handt in Eingang 1 Stuben, 1 gwölbte Camer, doran 1 Vorheissl und Kuchel, gwölbt im Hoff der Prunen und 2 Gwölber in Hoff, das Tach and in Ziegl, 1 Keller. Aber von der Gassen hinein: der Eingang gwölbt, 1 Vorheissl, 1 Kuchel, 1 Stuben, 1 Camer, das Höffl, dorinnen über 1 Stiegen mit Stain, 1 Vorheissl, 1 Kuchel, 1 Stuben mit Ibss, ain gwölbtes Cämerl, ain hilzene Stiegen an Potten, 1 Keller, aber zu ebner Erdten aber 1 Kuchel, 1 Cämerl, 1 Stuben und verschlagene Camer, alles gwölbt, im Höffl zu ebner Erdt 2 verschlagne Holzcämerl, 2 Gwölber auf Gassen und Ziegltach, 1 Keller.......... 7200 fl. 32. ) 1632, Wien: Nach dem Grundbuche (Schwarz, „Wien", S. 178—216) sind die meisten Grundstücke bei den durch Aufteilung von Gärten entstandenen Baustellen 24 Fuß breit und ebenso tief. Aber auch größere Grundstücke 28—48 und mehr Fuß breit, öfter 44—100 und mehr Fuß tief, besonders bei Erhaltung der Gärten. (Das. Abbildung von Judenhäusern am Trandelmarkt). 33. ) 1687, Glogau: Im Durchschnitt auf jedem Grundstück im Vorderhause vier und im Hinterhause zwei Wohnungen mit je einem Zimmer und einer Kammer......Bei etlichen Häusern drei oder vier, bis zu acht Anteilsberechtigte, von denen die reichsten eine Stube und eine Kammer, nicht wenige aber nur eine halbe Stube ihr eigen nennen durften (Braun: „Schlesien". VI. S. 222). 34. ) 1612, Frankfurt a. M.: Teilung von Häusern in zwei, drei und vier Häuser, bis zu 7 Fuß Breite; Haus zum „Gülden Low" mit seinem Hinterhaus enthält sieben Häuser mit sieben besonderen Schildern. Vermehrung der Häuser durch Neubauten oder durch Scheidewände. Die Schuppen, Ställe, kleinen Bäulein hinter den Häusern verschwinden zu Gunsten von zwei- bis dreigeschossigen Hinterhäusern (Kracauer: „Frankfurt", S. 317/18). 35. ) Ende 17. Jahrh., Frankfurt a. M.: Teilung von Häusern, Umwandlung von Ställen und Schuppen in Wohnungen, Aufsetzen von Zwerchhäusern bis zu vier Geschossen, Verkleinerung der Höfe durch Hinausschieben der Rückwände, Vermehrung der Ueberhänge (a. a. O., S. 323/24). 36. ) 1594, Frankfurt a. M.: Ohne Ausnahme Fachwerkbauten, öfter baufällige, verlassene oder eingestürzte Häuser (a. a. O., S. 319). 37. ) 1642, Frankfurt a. M.: Nach der Pest 1635/36) viele verfallene Häuser „mehr Klageals Wohnhäuser" (a. a. Ov S. 320). 38.) Um 1700, Frankfurt a.M.: vorspringende hölzerne oder steinerne Treppen vor den Haustüren. Die Fassaden bieten in architektonischer Hinsicht wenig Bemerkenswertes. Interessante Oberlichtgitter von den Haustüren (Abbildungen bei Kracauer, a. a. O., Tafel I, Text S. 329). 289

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