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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1930-10-01 · Heft 3 (Oktober 1930) · p. Seite 248

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1930-1931
Issue
Heft 3 (Oktober 1930)
Article
Ausländische Juden im Kirchenstaat während der Revolution 1948/49
Date
1930-10-01
Page
Seite 248 (sequence 2)
Language
German
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leben betrifft, so wollte die päpstliche Polizei ermittelt haben, er hätte unter dem französischen General Bergrand in Nachrichten Aus Anlaß der Feier des 25 jährigen Bestehens der Düsseldorfer Synagogengemeinde erschien eine Festschrift „Die Synagogengemeinde Düsseldorf 1904—1929". Rabbiner Dr. Max Eschelbacher, der Verfasser des kleinen Gedenkbuches, schildert in erster Linie die allgemeine Entwicklung der Gemeinde in diesem Zeitraum. Im Vordergrund der Betrachtung stehen die durch die Schwierigkeiten und Sorger. der Kriegs¬ und Nachkriegsjahre notwendig gewesenen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Maßnahmen. Die weiteren Kapitel geben einen kurzen, aber aufschlußreichen Ueberblick über die Geschichte der Gemeindeverwaltung, die Entwicklung der Gemeindeinstitutionen, die Leistungen der jüdischen Wohlfahrtspflege und die Tätigkeit der Vereine. Die geschichtlichen Angaben sind dem in der Festschrift zum 600jährigen Bestehen der Stadt Düsseldorf („Geschichte der Stadt Düsseldorf in 12 Abhandlungen", Düsseldorf 1S88) veröffentlichten Beitrag des damaligen Rabbiners Dr. Abraham Wedeil entnommen. Eschelbachers interessante Studie kann als Vorarbeit zu einer noch zu schreibenden Geschichte der Düsseldorfer Synagogengemeinde betrachtet werden; sie liefert zugleich einen wertvollen Beitrag zur Geschichte der Stadt Düsseldorf im ersten Drittel unseres Jahrhunderts. E. G. L. Professor Dr. Eduard Meyer, der berühmte Erforscher der Geschichte des Altertums, ist im Alter von 75 Jahren in Berlin verstorben. Gemeraderabbiner Dr. Adolf Kober, Köln, sprach Ende August in einer von der Westdeutschen Rundfunk-A.-G. (Werag), Köln, veranstalteten Vortragsreihe „Oer rheinische Lebensraum. Der Raum der Kultur" über „Die Geschichte des rheinischen Judentums1*. Professor Simon Dubnow (Berlin), der Verfasser der bekannten Weltgeschichte des jüdischen Volkes, vollendete am 24. September sein 248 Algier gedient und ferner in Tanger und Alexandrien als Abenteurer gelebt. Ermanno Loevinson. 70. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß erscheint 'eine Festschrift, herausgegeben von I. Elbogen, J. Meisl, M. Wischnitzer, mit Beiträgen zur Geschichte und Geschichtsphilosophie der Juden. Der Mitherausgeber dieser Zeitschrift, Geheimer Archivrat Professor Dr. Adolf Warschauer, vollendete am 13. Oktober sein 75. Lebensjahr. Die September-Nummer der Suddeutschen Monatshefte (München) ist ausschließlich der Judenfrage gewidmet. Es dürfte das erste Mal sein, daß an einer solchen Publikation Juden und Antisemiten zusammenarbeiten. Im Vordergrund des Interesses steht weniger das religiöse Problem als das Problem des Zusammenlebens von Juden und Nichtjuden. Von jüdischer Seite kommen zu Wort Professor Dr. Ismar Elbogen („Wanderungen der Juden"), Israel Cohen-London („Die zionistische Bewegung"), Rechtsanwalt Dr. Gerhard Holdheim („Der Zionismus in Deutschland"), Dr. Eva Reichmann-Jungmann („Der Central*- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens"), Dr. Max Naumann („Nationaldeutsches Judentum"), Rabbiner Dr. Leo Baeck („Die jüdische Religion der Gegenwart"). Das inhaltsreiche Heft wird noch Gegenstand einer besonderen Würdigung sein. Dr. Martin Buber, der bisher einen Lehrauftrag für Jüdische Religionslehre und Jüdische Ethik hatte, ist zum Honorarprofessor für Religionswissenschaft an der Universität Frankfurt a. M. ernannt worden. In den „Mitteilungen der Akademie zur wissenschaftlichen Erforschung und zur Pflege des Deutschtums" (1930, 1, 1—13), herausgegeben von der Deutschen Akademie in Mühchen, untersucht Hans Kloß, der Verfasser des Buches „Nebensprachen" (W. Brattmüller, Wien, Leipzig, 1929), die „Bedeutung des Jiddischen für das Deutsche".

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