Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1930-1931
- Issue
- Heft 2
- Article
- Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 9)
- Language
- German
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Alexander Pinthus. Studien über die bauliche Entwicklung der Judengassen in den deutschen Städten. straße Lüftich—Köln, außerhalb parallel der Umgrenzung der alten Kaiserpfalz, unmittelbar an der Porta Regia. 6. Nächst der Pfalz ist die westliche Vorstadt an der Jacobstraße der älteste Stadtteil. — Stadtplan u. C. Rhoen, „Die älteste Topogr. der Stadt Aachen" A. 1891, S. 20. 24, vgl. auch Dresemann „Die J. in A.", A. 1887. — 2. Andernach. Tafel II. 1. Um 1200. 2.-- 3. Kramgasse. 4. Gasse vom Markt zur Hauptstraße, außerhalb des römischen Kastells. — Kober in „Germ. Jud." S. 11, zu 4. Plan in Renard, „Städtebilder", u. im Jhrb. d. V. v. Altertumsfr. im Rhld. (Bonner Jahrbücher). Bonn 1905, Bd. 107. — 5. 1566 Verwendung zu städt. Bauten. — C. Brisch: „Gesch. d. J. in Köln u. Umgeb. aus ältester Zeit bis auf die Gegenwart", Bd. I, II nebst Urkunden, Köln 1879/82 II. S. 219, u. Bonner Jhrb. 1852. — 6. Bereits 1129 mit Mauern umgeben, 1169 als Reichsstadt an die Kölnische Kirche abgegeben. — Th. Ilgen. „Die Entstehung der Städte des Erzstiftes Köln am Niederrhein". Ann. d. hist. V. f. d. Niederrh. XXXIV, 1902, u. Renard, „Städtebilder", S. 93. — 3. Bingen. 1. (um 970) Anf. XIV. Jhrh. — S. Salfeld in „Germ. Jud.", S. 27 u. Kober, „Grundb.", S. 16. — 4. Auf der Nordseite der Stadtmauer. Der Mauritiusbogen in der heutigen Rathausgasse bezeichnet den Eingang in die ehemalige „Judennebengasse". Das enge Eselsgäßchen war die hintere Judengasse. Unter der Judenpforte verstand man das Ende der heutigen Rheinstraße, welches die Verbindung der Judengasse mit dem Salztor herstellte. — R. Grünfeld, „D. Gesch. der Juden in Bingen". Frankf. 1905, S. 9. — 4. Boppard. 1. (1074) 1248/1250. 2. Inter Judeos, vicus Judeorum. — S. Salfeld in „Germ. Jud.", S. 61, Kober „Grundb.", S. 16. 4. An der Römermauer, genau an der Stelle wie in Köln. 6. Im XII. Jahrh. Uferstreifen besiedelt. — Renard, „Städtebilder" S. 101. — 5. Koblenz. 1. (Um 1100) XIII. Jhrh. 2. Platea Judeorum. 3. Münzgasse. — Kober in „Germ. Jud.", S. 144 u. „Grundb.", S. 17. — 4. Im Zuge der Römerstraße am Florinshofe nördlich neben der älteren Altstadt. 6. Fiorinskirche im X. Jahrhundert erbaut, außerhalb des römischen Brückenkopfes. Schon 1012 wichtiger handeltreibender Ort. Mitte XIII. Jhrh. Befestigung. — Stadtplan u. Renard, „Städtebilder", S. 88 u. 93, daselbst auch Plan. 6. Düren. 4. Nahe dem Hauptmarkt. Im Merianschen Plan von Düren „Judenschul vor Zeiten". % 7. Essen. Tafel III. 1. XV. Jhrh. 2. Judenhof. 4. Zwischen Viehoferu. Limbeckertor. In der Gegend der heutigen Kastanienallee. Aelteste Synagoge 1683 erwähnt. (Kataster um 1710: In der Burg zur linken Hand v. d. Stee- Iischen Straße). — Samuel:;,Gesch. d. Juden in Städt u. Stift Essen". Essen 1905. — 8. Heidelberg. 1. (Vor 1349) 1369. 3. a) Semmelgasse (soll nach dem Juden Simelin heißen); b) Dreikönigstraße. 4. a) u. b) nahe Markt. Verbindung von der Hirschstraße zum Neckar. — Stadtplan u. Leopold Löwenstein, „Beirr, z. Gesch. d. Juden i. Deutschland", I. Gesch. der Juden i. d. Kurpfalz." Frankf. a. M. 1895. — 9. Köln. Tafel I. 1. (321). Um 1070. 1149. 2. Inter Judeos, vicus judeorum usw. 3. Jetzige Judengasse, Rathausplatz, Bürgergasse, Portalsgasse (früher Enggasse), Laurenz-Gittergäßchen (kleines Gäßchen), kleine Budengasse (Botengasse). 4. Innerhalb parallel der römischen Stadtmauer (später auf dieser u. in den anstoßenden Gassen). Vor dem in dieser Gegend vermuteten Legionslager, an der von der Porta principalis dextra (später Mars Markt-Pforte) zur alten römischen Brücke führenden Straße. In fränkischer Zeit Gegend der bei der königlichen Pfalz wohnenden Ministerialen. — Kober, „Grundb.", S._ 29 ff., Stadtplan, Plan bei Renard, „Städtebilder", Plan des römischen1 Köln* in „Köln u. seine Bauten". Festschrift des Verbandes der Arch. u. Jng. Ver. 1888, S. 14. — 5. 1349 Vertreibung, 1372 Wiederaufnahme, 1423 endgültige Vertreibung. Auf den Grundstücken jetzt städt. Verwaltungsgebäude (Synagoge Ratskapelle) und RathausDlatz. — Brisch, „Köln". — 6. 14. n. Chr. Zweilegionenlager im östlichen Teile der Stadt. 59 n. Chr. die Stadtkolonie gegründet. Rheinbrücke von Konstantin erbaut. Um 400 Aufhören der Römer- 109