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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1929-01-01 · Heft 3 · p. Seite 231

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1929-1930
Issue
Heft 3
Article
Das Bild Mendelssohns bei seinen Gegnern bis zum Tode Hegels
Date
1929-01-01
Page
Seite 231 (sequence 19)
Language
German
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Ludwig Feuchtwanger. Das Bild Mendelssohns bei seinen Gegnern bis zum Tode Hegels gäbe tritt in dem Jerusalem-Golgatha-Streit auf Hamanns Seite (S. 81 f.) und weist die in Mendelssohns „Jerusalem" übernommenen Wolff'schen Grundsätze des Naturrechts zurück. Die deutsche Aufklärungsphilosophie, insbesondere Mendelssohn, ist im 3. Band von Hegels Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie (Hegels Werke Vollst. Ausgabe Bd. 15, S. 529 ff.) sehr scharf, aber mit tiefen und schlüssigen Gründen kritisiert. „Flachheit der philosophischen Einsicht" und „Ignoranz selbst über das äußerlich Historische der spinozistischen Philosophie" werden Mendelssohn in dem Atheismus- Streit von Hegel vorgeworfen. „Seine ,Morgenstunden' sind trocken wölfische Philosophie, so sehr diese Herren auch heitere platonische Form ihren strohernen Abstraktionen zu geben sich bemühten" (S. 537). 28) Hegels Werke Bd. 17, S. 42. 29) Paul Wernle, Der schweizerische Protestantismus im XVIII. Jahrhundert. Bd. III. (1925) S. 255. 30) „Zwey Recensionen etc. in Sachen der Herren Lessing, M. Mendelssohn und Jacobi" (1786). „Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen" V. Theil S. 101 ff.; besonders S. 116: „Hr. M. giebt ja offenbar eine Erkenntnis und Ueberzeugung zu, die nicht von Vernunftgründen abhängt, und die sicherer ist als jene! Er braucht ja die Speculation blos: eine Erkenntnis, die er schon hat, zu modificieren". Dazu die köstliche „Correspondenz zwischen mir und meinem Vetter, angehend die Orthodoxie und Religionsverbesserungen" (Wandsbecker Bothe III. Theil, 1778; S. 106ff.): „Die Religion aus der Vernunft verbessern, kömmt mir freylich ebenso vor, als wenn ich die Sonne nach meiner alten hölzernen Hausuhr stellen wollte". Der Vetter fragt an, „ob die Philosophie ein Besen sey, den Unraht aus dem Tempel auszukehren; und ob ich meinen Hut tiefer vor einem Orthodoxen oder philosophischen Herrn Pastor abnehmen muß". Die Antwort fällt gegen die Vernunft und gegen das „natürliche Gefühl" für die Orthodoxen aus. Umso bemerkenswerter die Verteidigung Mendelssohns gegen Jacobi! 3!) Claudius V, 119. 32) Schriften III, 356. 33) Schriften III, 356. s*) Hegels Werke Bd. 17, S. 81. 35) Ausführliches über diese wichtige Richtung Anm. 56. 36) Außer der Ausgabe von Suphan (Berlin 1877/1909) ist die alte 12bändige Ausgabe der theologischen Werke Herders, herausg. v. J. G. Müller, noch unentbehrlich. Neben Hayms und Kühnemanns Herder-Biographien für Mendelssohn wichtig die beiden Briefsammlungen: „Aus Herders Nachlaß". Ungedruckte Briefe von Herder etc. 3 Bände. Frankfurt a. M. 1856/57; bes. 'Bd. II, 211 ff. und Herders Briefe an Joh. Georg Hamann, Berlin 1889. Schriften V, 582 ff. Ferner: Max Wedel, Herder als Kritiker (Ebering German. Studien 55), Berlin 1928; dazu Benno v. Wiese i. d. DLZ 1928, Sp. 1599 ff. — Martin Doerne, Die Religion in Herders Geschichtsphilosophie, Leipzig 1927; dazu Joachim Wach i. d. DLZ 1927, Sp. 2590 ff. Bei Wedel und Doerne ausführt, weitere Literatur. Gundolf, Goethe, Berlin 1916, S. 88 ff. und Nadler (außer in Bd. III seiner Literaturgeschichte der deutschen Stämme und Landschaften; Regensburg 1924), Goethe oder Herder „Hochland" XXII/1 (1924) S. 1 ff. 37) Nadler i. „Hochland" a. a. O. 38) „Briefe, das Studium d. Theologie betreffend" Theil I, 347 (Bd. IX der Müller'schen Ausgabe). 39) Siehe Anm. 36; daneben bleibt Sommerfelds (siehe Anm. 13) Analyse der M.'schen ästhetischen und kritischen Urteile (s. Personenregister S. 398 unter M.) Richtung gebend. 4°) Wedel 86 ff. ") Benno v. Wiese a.a.O. (s. Anm. 36). *2) Es liegt in der Anlage der Kayserling'schen M.-Biographie, dieser Zusammentragung von Belegen über Mendelssohn-Ehrungen, daß hier kein Ansatz 231

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