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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1929-07-01 · Heft 2 (Juli 1929) · p. Seite 137

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1929-1930
Issue
Heft 2 (Juli 1929)
Article
Eine Schmähschrift auf den Berliner Hofjuden Israel Aron 1673
Date
1929-07-01
Page
Seite 137 (sequence 2)
Language
German
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Moritz Stern. Eine Schmähschrift auf den Berliner Hofjuden Israel Aron 1673. 4. Dem Herrn Presidenten von Canstein des Testatoris rauhen Brustlatz zum Emplastro2) gegen die leidige und übermachte Importunität der Geldt- und Zahlungsförderer, wozu ihn dann der Testator bey seinen Leben auch gebrauchet. 5. Dem Herrn Vice-Cammer-Praesidenten von Groth vor erwiesener vielfältiger Freundtschafft des Testatoris spanischen Mantell mit den fliegenden Ermelln und, wofern ihm selbiger zu kurtz wäre, das er jederzeit guten Fug und Macht haben soll, noch etwas darvon anschneiden zu laßen, wie von des Schloßhauptmans Kostgeldern. 6. Dem gewesenen und verlauffenen Ambts-Raht Battieren als des Testatoris jederzeit verspürten hohen Patron und vornehmen Gönner das Pferd, so ihm3) einsmahls in Preußen vom Herrn Landthoffmeister*) verehret worden, damit er auf selbigen vollendts aus Hollandt hienüber nach Portugal! reysen könne. 7. Denen Herren Ambtschreibern, Beampten und Arrendatoren, so dem Testatori bey seinen Leben die Assignationes6) fleißig bezahlt, zu sonderbahrer Danckbarkeit etliche Tonnen des besten geleuterten Honigs, die Vorschuß Verordnungen damit zu versüßen, damit solche nicht zu bitter eingehen. 8. Dem Herrn Cammerschreiber Schultzen des Testatoris alte Caroße, damit er desto beßer aller Orten hinten und vorne seyn, auch wann er Ambts-Raht wird, die Aemter darauff besichtigen könne. 9. Denen sämptlichen Creditoren eine gute Quantität, so viel sie deren immer benötiget, von der bekandten Hoffsalbe, insgemein Gedult genennet. 10. Herrn Baltzer Fausten des Testatoris tägliche Schuhe, hinführo darein zu treten und sich solcher nach bestem Vermögen zu bedienen, jedoch mit dieser ausdrücklichen Bedingung, das sie nach seinen Ableben ferner Herr Christian Frantzen vererbet werden sollen. 11. Der Fraw Carlischen, welche aus sonderbahrer Begierde frembde Lander zu besehen sich mit dem Seiltäntzer auf die Wanderschafft begeben, wann sie sich wieder zu Berlin einfinden solte, des Testatoris 2) Pflaster. s) Israel Aron. *) Johann Ernst v. Wallenrods 6) Zahlungsanweisungen. 4» 137

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