Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1929-1930
- Issue
- Heft 1 (März 1929)
- Article
- Frühgeschichtliche Spuren der Juden in Deutschland
- Date
- 1929-03-01
- Page
- Seite 33 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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S. Levi. Frühgeschichtliche Spuren der Juden in Deutschland. des Z, entweder weil er diesen griechischen Buchstaben nicht kannte oder weil ihm und seinen Zeitgenossen das Zeichen Z den Lautwert dj hatte; denn auf lateinischen Inschriften aus der Zeit nach Chr. G. begegnet öfters Zonysius- Dionysius, zaconus-diaconus, zes-dies. Wie die Aussprache des Namens Sdebdas war, ergibt sich auch aus seiner Ableitung. Auf lateinischen Inschriften heißt derselbe Name auch Zabda oder Zabdas. Er stammt aus der semitischen Sprachengruppe, wie das hebr. zabad „schenken" und zebed „Geschenk" beweisen, Wörter, die im Anfang mit dem sanften, säuselnden S-laut des Zajin geschrieben werden. Der Name bedeutet wohl „Geschenk" gleich dem griech. Eigennamen Awpov. Im Alten Testament gibts den hebr. Namen Zebadja „Geschenk Gottes" — griech. „Theodoros" und „Dorotheos"; dieser Name lautet in der Septuaginta Zabadia, im neuen Testament Zebedaios, der bekannte Name des Vaters der beiden Jünger Jakobus und Johannes. Der weitere Text der Inschrift bestätigt die semitische Herkunft des Zebdas, indem er ausdrücklich seine Vaterstadt Turus d. i. Tyrus angibt. Auch der Truppenteil, dem er einst angehörte, bestand, wie wir sehen, hauptsächlich aus Syrern. 33