Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1888
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Ohne Titel] / L. L.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- 394 (sequence 1)
- Language
- German
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Wachrichten. - Von den Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland hgg. durch die hist. Commission ist der erste Band „Das Judenschreinsbuch der Laurenzpfarre zu Köln. Mit einer Tafel in Lichtdruck. Unter Mitwirkung von Moritz Stern herausgegeben von Robert Hoeniger" (Berlin, L. Simion) XXVIII und 261 SS. soeben erschienen. Von D'öbner's Urkundenbuch der Stadt Hildes heim (vgl. diese Zeitschr. I, 107) ist der dritte Band erschienen (Hildesheim, Gerstenberg 1887). Aus den die Hildesheimer Juden betreffenden Stücken heben wir hervor n. 208, Überlassung einer Landparcelle aus der Neustadt zur Erweiterung des „judenkerkhove" durch Bischof Johann III., 1405; n. 330 Schreiben des Raths vom I. 1407 an die Herzoge von Braunschweig- Lüneburg, betreffend den dem Bischof von Hildesheim innerhalb des ganzen Hochstistes zustehenden Judenschutz; n. 1061 Schreiben des Raths an den Bischof vom I. 1423 über die jährlich zu Ostern und zu Michaelis zu zahlenden Abgaben der Juden; Q. 1152 Schreiben des Raths an den Freigrafen der Herrschaft Ravensberg vom I. 1424, betreffend eine Klage des dortigen Juden Kopman gegen den Hildesheimer Juden Mehtze von Gandersheim wegen Verunrechtigung und Verläumdung bei „mesters in der jodischen scrifft"; endlich n. 1225 Gerichtsurkunde vom I. 1426, betreffend die Verpfändung der Hildesheimer Judenschaft (der sameninge der joden to Hildesheim) durch den Bischof an Hilleborg, die Witwe Egerd Remenssniders und ihre Söhne. Die sehr inhaltreiche, auf umfassenden archivalischen Studien beruhende Abhandlung von vr. Charles Groß: „l'ke exekeyuer ok tke 5e^s ok LnAlanä in tke miääle a^es" (Lond. 1887) zieht in ihrer Einleitung beachtenswerthe Parallelen zwischen der verfassungsgeschichtlichen Stellung der englischen und der deutschen Juden und verdient deshalb auch an dieser Stelle Erwähnung. In den Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung VIII, 616 veröffentlicht S. Steinherz die interessante bisher