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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1888-01-01 · Heft 3 · p. Seite 382

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1888
Issue
Heft 3
Article
Aus einer Pesach-Hagada
Date
1888-01-01
Page
Seite 382 (sequence 2)
Language
German
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382 MiSeellen. dieses Wunder gethan hat. Darum habe ich die Sache niedergeschrieben, um das Wunder den künftigen Geschlechtern kund zu thun. Wir verlassen uns aus Gott, daß er unfern Streit für uns streiten und uns aus ihren Händen retten werde." Das Ereigniß trug sich zu zur Zeit des dritten KreuzzugeS um 1188. — Ob Metzburg die Stadt Metz in Lothringen war, wo vielleicht die Juden in einer Burg gewohnt haben, oder ob es eine andere Stadt war, läßt sich schwerlich ermitteln. Juden und Mongolen 1241. Ein Nachtrag. Von Harry Breßlau. Bd. I, 99 ff. dieser Zeitschrist habe ich eine Reihe von Quellenzeugnissen über das Verhalten der deutschen Juden während des Einbruches der Mongolen in Europa zusammengestellt. Die dort ausgesprochene Ansicht, daß die Juden an das Herannahen der gewaltigen V'ölkerfluth des Ostens messianische Hoffnungen geknüpft und daß diese Messias-Erwartungen mit dem Umstand in Zusammenhang gestanden haben, daß mit dem Jahre 1241 das sechste Jahrjausend der jüdischen Zeitrechnung begann, erhält nun durch eine weitere Quellennachricht, auf die ich erst nach Abschluß jeues Aufsatzes aufmerksam geworden bin, eine höchst willkommene Bestätigung. In der vierten Fortsetzung der Bisthums Geschichte von Trier (AeLta l'revirornM) Ooutw. IV. Uon. 6erm. 88. XXIV, 404) findet sich ein ausführlicher Bericht über die Invasion der Mongolen und ihrer Verbündeten, zu denen nach der Ansicht des offenbar gleichzeitigen Verfassers außer Cumanen, Amazonen u. s. w. auch zahlreiche christliche Ueberläufer gehörten. Nachdem er ihr Vordringen in Unqarn, Böhmen, Polen erwähnt hat, fährt der Verfasser fort: „Auch sehr zahlreiche Juden begannen ihrer Freude lauten Ansdruck zu verleihen, da sie glaubten ihr Messias komme und ihre Befreiung stehe in diesem Jahre bevor: denn es war damals das Jahr 1241 nach der Fleischwerdung des Herrn. Und da manche vermutheten, daß sie übles gegen die Christen im Schilde führten, verloren sie die Gunst vieler Leute, aber durch das Ansehen der kaiserlichen Macht wurden sie beschützt" Nicht nur, daß hier ein neuer, immerhin bemerkenswerther Beweis für die bekannte judenfreundliche Gesinnung Kaiser Friedrichs II., des aufgeklärtesten aller mittelalterlichen Imperatoren, uud das erste directe Zeugnis das bisher bekannt geworden ist, für die an den Mongoleneinsall des Jahres H «suäaeorum Huvens pluriwi exriltars oepsruvt, Nessvam suum venire putavtes et lide^atiovem kr»am eo anno ivstare: vam anvuL tuvo e?at äowiniee inearvatioms 1241. Dt ali^uidus suspioantiduZ, czuod sliyiuü wali (Zederent eon» tra okristiaoos moliri, multorew kavorem smiserrmt, se<1 auotoritate pote3ts.tis impsratorio sunt xroteoti.

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