Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1888
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 64)
- Language
- German
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Volks- und Gesellschastslieder in hebräischen Lettern. 295 er logiert dar einen knecht; niemand war alsu begrast als dieser husman schlecht. 2. Er war ein man mit eren als andre hüsleut mer, diser gast kam dar zu logieren, er macht gute geber. der wirt fragt in mit eren: „mein gesell, wohin wolt ir morgen ftu?" „ich will nach Köln", sprach diser bub. 3. Do sprach der Wirt gereide, „das ist recht nach meinem behag, morgen frü so will ich mit umtrent zwei üern vür tag. gen 2) mir denn ein wenig hart, alsu kumen wir derbalder fort", hört, wie diser Wirt betrogen ward. 4. Es mucht disem gesellen nit felen, er hat sein amt gar wol gelernt, er künt so künstlich fielen; wor er des abends logiert, da bestul er seinen wirtsman, men als er drei mal verzerr; alsu hat sich diser gesell ernert. 5. Er docht uf seine kubizieren, in den stall was er gegan, do fand er hinten in die schüern seine beste ku gebunden an. diser dieb gedocht..... „das ist vorwar ein schöne ku, morgen frü hört sie mir zu". 6. Er ging darüber liegen in seinem sinnen still: „mer ich soll nun nit seggen, wor ich morgen reisen will, der wirt will morgen mit mir gan, noch dan die ku stet mir wol an ich soll sie hier nit lossen stan". 7. Diser gast begunt zu reden: „Herr Wirt, nun rechnet mir mein gelag". kumt, weist Visen gast zu bette, das er resten mag". Mskenen j.-d. Einschiebung von v, und Verhärtung von g zu k.