Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1888
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ueber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 1)
- Language
- German
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232 Felix Rosenberg, Ueber eine Sammlung deutscher Aeber eine Sammlung deutscher Volks- und Gesellschaftslieder in hebräischen Lettern. Von Felix Rosenvera. Ungewöhnliche Abkürzungen. Böhme, ALb. Altdeutsches Liederbuch (Leipzig 1877). Böhme, GT. Geschichte des Tanzes in Deutschland. (Leipzig 1886.) Franck, g.?a8eicu1u8 yuoälidstieus (K. B.). FLB. Frankfurter (Ambraser) Liederbuch eä. Josef Bergmann. (Stuttgart 1845). Göd. Gödeke, Grundriß zur Gesch. der deutschen Dichtung. Zweite Auflage. (Dresden 1886.) Göd - T., Lb. Gödeke - Tittmann, Liederbuch des XVI. Jh. HB. HeyseS Bücherschatz. HvF, VGL. Hoffmann von Fallersleben, Volks- und Gesellschastslieder des XVI. u. XVII. Jh. KnW. Des Knaben Wunderhorn. K. B- Königliche Bibliothek zu Berlin. Liliencron. Die historischen Volkslieder der Deutschen, 5 Bde. (Leipzig 1865—69.) LHg. Liederbuch bei Johann Lantzenberger, Nürnberg 1607 (K. B.). Mal. Maltzahn, Deutscher Bücherschatz. St. Steinschneider. WKL. Phil. Wackernagel, Das deutsche Kirchenlied von der ältesten Zeit bis zu Anfang des 17. Jh., 5 Bde. (Leipzig, 1864—77.) Wie die Geistesbildung des Einzelnen sich als ein Ergebnis der individuellen Befähigung und bestimmender Einflüsse von außen darstellt, so ist auch die Kultur eines Volkes, vor allem diejenige, die in seinem Schriftenwerke ihren Ausdruck findet, durch jene beiden Faktoren bedingt. Und Völker und Individuen scheiden sich ebensowohl durch die Eigentümlichkeit der ihnen von Natur innewohnenden geistigen Anlage wie durch den Grad der Fähigkeit, fremde Ideen sich zum Eigentum zu machen. — Eine außerordentliche Energie der Anpassung an fremde Stoffe und Formen hat die deutsche Litteratur bewiesen. Man braucht nur daran zu erinnern, wie beiden Blüteperioden derselben eine Zeit vorhergeht, in der sie von Frankreich ihren Inhalt bekam; wie sie in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihren Aufschwung nahm, indem sie „der Spur des Griechen und des Britten" nachging; wie sie die Poesie des Orients, die ihr die Wissen-