Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XXI (1918)
- Issue
- 1/3 (Januar-Juni 1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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32 haben die Randleiste Daniel llopfers, die zum Druck dos Sassen- Spiegel Augsburg, Silvan Otmar, 15:0 verwendet wurde3*). Sehr reich in Szenen und Figuren ist dio Titelbordüro zu Jakob ben Aschers Turirn, im Nissan 1540 vollendet. Auch die Prager Ausgäbe des Tur Orach Chajjim 1540 mit den in jüdisch-doutschon Werken üblichen Typen gedruckt, hat ein reich mit Ornamonten versehenes Titelblatt. K&r&ische Bracke und Druckereien. ' Von Samuel l’oznnnski. Während die Rabbaniten von der Buclidruckorkunst nicht lange nach ihrer Erlindung reichlichen Gebrauch gemacht haben, so dass wir 1474, und vielleicht schon 1173, gleichzeitig zwei oder drei Druckereien entstehen sehen, und zwar in Reggio di Calabria, in Pieve diSacco, und . vielleicht noch etwas früher in Ferrara, und während uns jetzt nicht weniger «als 100 hebräische Inkunabeln bekannt sind '), haben die Karäer erst Verhältnismassig spät von dieser Wohltat zu geniessen angefangen. Das erste gedruckte karäische Ruch sah das Tageslicht mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Erscheinen der ersten rabbinischen Drucke (Raschis Pentateuch-Kommenlar und Jakob b. Aschers Turin!) und dio erste karäische Druckerei wurde erst im Jahre 1734 errichtet. Dies ist um 80 verwunderlicher, als während der Erlindung der Buchdruckorkunst und unmittelbar nachher, der Il&uptsitz der Karäer Konstantinopel gewesen ist und die Rabbaniten auch. hier schon am Anfänge des XVI. Jahrhunderts zu drucken begannen. Im Jahre 1503 gründete liier David ihn Nachmias mit seinem Sohn Samuel eine hebräiacho Druckerei und zwölf Jahre später tat dasselbe Joliuda Gedalja nebst dessen Sohn in Saloniki (abgesehen von den nachher durch die Sociniaton errichteten Druckereien) ■). Man könnte diese Erscheinung mit der geringen Zahl der Karäer erklären, doch scheint dies nicht der einzige Grund zu sein. Vielmehr kommt noch der bei den Karäern zu beobachtende Konservatismus hin- 341 Abbildung bei Butscb, B&cheroinamentik I. Taf. 23. ') Vgl. Schwab, Les incunables orientaux, p. 6 ff. 28 ff; Chwolson, ראשית מעשת הדסזס בישראל, p. 8; Günzburg in d. Chwolson-Festschrifc, p. 61;; Freimann, Ueber bebr. Inkunabeln; Amrain, The Makers of Hebrew Books in Italy, p 28. SS. J) Vgl. Freimann, ZfHB. IX, 21 ff. XI, 80 ff. u. Rosanes, דברי *סי ישראל בתגרמה I, 85—88, 231—232; II, 185—200 (sowie Umschlag des Titelblaues); III, 258.