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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1918-01-01 · 1/3 (Januar-Juni 1918) · p. Seite 28

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XXI (1918)
Issue
1/3 (Januar-Juni 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 Nach der Vertreibung der Juden aus Portugal nahmen die Drucker Typen und Ilolzstöcke mit nach ihrer neuen Heimat der Türkei. Sie verwandten die Randlo'ste, die wir in den Lis.-aboner Drucken finden, in Konstantinopel schon 1505 bei den drei Werken des Abrnvanel Sobach Pesach, Rosch Emuna und Nacklat Abot, 15( 6 bei dem Werke Lesclion Limudiro des David lbn Jachja und 1509 beim Mischno Tora des Maimonides und den Ualachr.t dos Jsak Alfasi. Als Gerson 80ncin0 wegen der leidigen Affaire mit dem Apostaten Marano von allen Mitteln cntblösst 1m hohen Alter in die Türket flüchtete 13), nahm er seine Holzstöcke, mit denen er noch 1526 in Rimini die Werke Kol Bo und die Pontateuchkommentare von Raschi und Bechai ben Ascher gedruckt hatte, mit in dio Verbannung und verwendete sie bei Herstellung von Kimchis Sefer Fchoras״him in Salönichi 1529. Selbst das Druckerzeichen, den Turm von Rimini, finden wir hier wieder. In Italien hielton die Soncinaten die Buchausstattung auch im 16. Jahrhundert auf derselben Höhe, wie wir sie bei ihren Inkunaboldrucken zu bewundern Gelegenheit hatten. Jn Fano, wo Gerson (Hieronymüs) Soncino 1502-07 etwa 17 nichthebräische und mindestens y hebräische Werke druckte11), verwendet er boi dem Neudruck von Isak Sahula’s Fabelbuch er. 1.505 noch dieselben Hoizstöcko, dio er in Brescia gebraucht hattol:׳). Neu hinzu kam nur das Druckerzoichonzwei Miinnor im Rankenwerkc, das Stadtwappon von Fano (Mauer mit Turm und 2 Gänse) hallend, mit Ucborschrift1'׳). Die Initialen bei den 1506 entstandenen Gebeten, Tachnunim genannt, sind gleichfalls dieselben wie die der ers’cn Auflage. Erst als Gerson Soncino 1507 in Pesaro zu drucken begann, liess er neue Hoizstöcko für Randleisten und Initialen schneiden. Wir begegnen diesen zuerst bei dem Ende Adar 1507 beendeten Pentatcuchkömmcntar des Bechai ben Ascher, darauf bei den zwischen 1508—11 entstehenden Talmudtractatcn z, B. Erubin, Megilla,Sukka, Gittin, Baba Karmna, Baba Mezia17) und Chullin, lernor 1511 -12 beim Druck der Nebiim Ruchonim18) mit Abravancls Kommentar, 1514 bei Nachmanides Pentateucherklärung, 1517 dem Aruch, 1519 Midrasch Megillot und 152U bei Eilia Levita’s Pirko Elia. Diese Bordüre hat S ncino auch 1530—39 bei seinen Drucken in 13) Zeitschrift f. Ilehr. Bibliographie IX, 22. 14) Manzoni, Annali LI, 1. 15) vgl oben Anm. b. 15) Abbildung in Manzoni HI, 1 tav. II. * 17) Abbildung in Jew Encycl tom. XII, 13. Dort ßUscbiicli als Inkunabeldruck bezeichnet. lb) Abbildung in Jew. Encycl. tom. lli, 321.

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