Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XX (1917)
- Issue
- 4/6 (Juli-Dezember 1917)
- Date
- 1917-07-01
- Page
- Seite 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2254995-7599526-7600260--3889-2258723- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
51 getragen sind. Es ist nur schade, dass Lewin meine oben erwähnten Bemerkungen nicht vollständig beachtet hat und hier Behauptungen wiederholt, die m. E. unhaltbar sind. So die Behauptung, dass die Suranische Hochschule durch das Bemühen Scheriras von neuem errichtet wurde (S. 7), oder der Zusammenhang zwischen עמי הארץ und Karäern (S. 17 — 18) und der Beweis von dem Festhalten der Karäer an der v Lehre der Mugabbira und Musabbiha, von dem übrigens nur der späte Sahrastäni (שהרסתאני nicht שרסתאני) zu berichten weiss. Die früheren arab. Autoren, wie z. B. Mas‘üdi, nennen die Karäer אצחאב אלעדל -ואלתוחיד, halten sie also für Mutäziliten. Umgekehrt beschuldigen die Karäer, von Kirkisäni ab, die Rabbaniten, dass diese Gott körperlieh auffassen, d. h. dass sie Musabbiha sind. Weiter wäre bei der Aufzählung derjenigen talmudischen Traktate, die Scherira vermutlich kommentiert hat (S. 26, Anm. 2), noch die von mir erwähnten (Sukka, Beza, Chullin, Bechorot, Kelim, Ukzin) hinzuzufügen (vgl. auch noch J. N. Epstein, Der gaon. Kommentar 20 ff. und meine Besprechung desselben in MGWJ 1917, 228 ff.). Dann habe ich zu dieser hebräischen Bearbeitung noch folgendes zu bemerken : S. 2 ob. man kann nicht sagen, dass David b. Zakkai der letzte Exilarch von Bedeutung war. Erstens wissen wir jetzt, dass ein Enkel Davids, Hiskia b. Jehuda, ebenfalls Exilarch gewesen (s. REJ 55, 51. 248), und dass ein Enkel dieses Hiskia, der letzte Exilarch, nicht nur auch das Gaonat bekleidet hat, sondern dass sein Ruf bis Spanien drang und dass er noch 1055 gelebt hat (s. ib. 68, 42). In der bekannten Stelle bei Abraham b. Daud ist also ועמד שנתים nicht in [ועמד ש(נ)תים [עשרה שנה zu emendieren, wie ich* anfangs vermutet habe (s. m. Babylon. Geonim, S. 8), sondern aller Wahrscheinlichkeit nach in ועמד עשרים שנח, so dass aus כ׳ irrtümlich ב׳ wurde. — ib. unt. Yon den sogen, *vier Gefangenen״ war nur Chuschiel mit Bestimmtheit ein Italiener, Schemarja dagegen war ein Egypter und war lange nicht das erste und das von Scherira eingesetzte Schülhaupt in diesem Lande (so L., S. 8), erbte vielmehr seine Stellung von seinem Yater Elchanan (s. m. Babyl. Geonim, S. 98). — S. 3 nach dem jetzigen Stand unserer Kenntnis von den palästin. Geonim führte schon der Yater Ben Meirs den Titel ראש ישיבת גאון יעקב, s. m. Abhdl. i. d. Schwarz-Festschrift, p. 479 ff. — ib. Anm. 1 גלגל .1 דיולדול. — S. 5, Anm. 3, über aramäisch als lebendige Sprache in Babylonien zur Zeit Scheriras und Hais s. jetzt nojch Epstein 1. c. 55 ff. — S. 10 über den Titel ראש ישיבת גאון יעקב bei den Geonim Pumbaditas s. m. Babyl. Geonim, S. 80. — S. 25, dass Elia ha-Zaken ein Schwiegersohn Scheriras gewesen sei, kann nicht als Tatsache hingestellt werden, da die einzige Quelle, nämlich das bekannte Responsum nr. 29 bei Salomo Luria, sehr korrupt ist (vgl. auch Gross, Gallia Judaica 363). Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, dass die Azharot Elias mit einem nützlichen Kommentar הידור זקן von Mordechai Slucki (einem Bruder Davids) in Warschau 1900 erschienen sind. — ib. “über רב מישוי אלוף vgl. noch meine ענינים שונים I, 59. — ib. Anm. 3 vgl. REJ 63, 318. — S. 26, Anm. 5 zu ספרי רפואות bei Hai vgl. jetzt noch Yenetianer, Asaf Judaeusl, 31.— S. 29, Anm. 1 die אלימי in der Anfrage an Hai haben mit den פריצי ישראל, die Scherira und Hai verleumdet haben, nichts zu tun, da es ja nicht bekannt ist, woher jene Anfrage gerichtet war (s. m. Babylon. Geonim, S. 3, Anm. 2). — Das Schriftchen Lewins wird auf dem Titelblatt als Heft I einer Serie von Studien zur gaonäischen Epoche bezeichnet (מתקופת הגאונים א׳), dem noch ander6 (über Jehudai, über die beiden Hochschulen, über die Differenzen