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Zeitschrift für hebraeische Bibliographie · 1917-01-01 · 1/3 (Januar-Juni 1917) · p. Seite 15

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Journal
Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
Volume
XX (1917)
Issue
1/3 (Januar-Juni 1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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15 — sie tatsächlich in Nr. 17 zu lesen ist.1) Daraus könnte inan mit Beeilt schliessen, dass also diese Bezeichnung auch in Frankreich gebräuchlich war. Dieser Schluss wäre aber verfehlt. Denn die Ausführung über שבת הגדול kommt ausser in Pardes noch in Machsor Vitry S. 222, Sepher ha-Oreh S. 201, Siddur Raschi S. 171 und Issur we Hetter Ms. Merzbacher S. 16 a (Abschrift Epstein S. 18) vor, wo der Schluss betreffend die Sabbate vor Schabuoth und Sukkoth fehlt, woraus zweifellos folgt, dass die fragliche Bemerkung im Pardes ein späterer Zusatz ist.2 *) Nun wissen wir, dass Raschi’s Pardes in Italien fleissig benutzt wurde, besonders von R. Jesaja di Trani und seiner Schule, in der das Likkute Pardes entstanden.*)׳ So ist es höchst wahrscheinlich, dass auch unser Zusatz italienischen Ursprungs ist. 2. Die Benediktion über die Absonderung der Chalah. Pardes N. 131 lautet diese Benediktion: להפריש חלה מן העיסה, dagegen in den Parallelstellen — Ma’aseh ha-Gaonim 25, Machsor Vitry 261, Sepher ha-Oreh 190, Siddur Raschi 180 — blos להפריש חלה. Nun kommt aber מן העיסה nur noch bei Isaak ben Malkizedek im Kommentar zu Chalah 11 3 vor. Folglich ist auch die Form der Benediktion im Pardes ebenfalls italienischen Ursprungs. II. Der älteste Benutzer des Pardes. Als der älteste Autor, der den Pardes benutzt hat ist bis jetzt R. Jesaja di Trani bekannt. Es lässt .sich aber mit Sicherheit nach weisen, dass schon R Isaak ben Abamari, der Verfasser des Ittur, den Pardes benützt hat. Ittur ed. Lemberg II 53a heisst es: בשוחר טוב כשאומר לפיכך צריך להגביה ידו וכן כל אחד ואחד כדי לומר שירה על היין. Im Schochar tob kommt aber diese Stelle nicht vor und der Brauch wird von anderen alten'Autoren4) auch nicht aus agadischer Quelle zitiert, sondern aus der Stelle Berachoth 35b abgeleitet. Die Angabe des Ittur erklärt sich aber aus folgender Stelle im Pardes N. 132: והקוראץ צריכין שיחו ג, כפי מה שמעינו במדרש שוחר טוב כדי שיאמר האחד ובן נהגו לקרות שבת הגדול מפי רבי נ״ע וכן דרש קצין אחד רבינו יצהק מארץ (נ הגר zu lesen ist: [וכן נהגו לקרות שבת הגדול [לשבתות שלש רגלים. Der Name des ungarischen Predigers lautet in Schibbole ha־Leket: ר׳ יצחק יוסקונטו. 2) Ueber Zusätze in Pardes vgl. A. Epstein: Schema]a S. 7. An. 3. (Monatsschrift XLI) und Aptowitzer REJ 1910 S. 51. a) Ygl. Epstein: Monatsschrift XL1Y 45 ff. 4) Machsor Yitry S. 284, N. 70; Siddur Raschi S 188, N. 386; Manhig ed. Berlin 85 a M 75; Schibbole ha-Leket ed. Buber N. 218, 83 a 11. a lm Schibbole ha-Leket ist בהגדה מנין״“ Kopisten- oder Druckfehler, es muss heissen ״מה נשתנה בהגדה. מנין״ ygl. Pesachim 116 b unten und RSBM z. St.

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