Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XVIII (1915)
- Issue
- 1/3 (Januar-Juni 1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 gedacht wäre*, aber doch (aus den Unterschriften) die Majorität des Verbietenden horvorgingo, wozu Figo die Hand bioten möchte (Nr. 15). In einem zweiten Schreiben (Nr. 19) bittet Aboab nochmals um eine ״allgemeine Entscheidung“ und fährt dann fort: .Ich denke, es wäre für min das beste, vorher an das Kollegium des Rabbiners, der die Entscheidung getroffen, ein Schreiben zu richten, in welchom wir unserer Verwunderung über seine Entscheidung Ausdruck gäben und vor ihm gleichsam Zeugnis ablegten, dass dio dort in Venedig, sowie ausserhalb Italien in der ganzen Diaspora verbreitete Sitte gegen seine Entscheidung sei; zu seiner Beruhigung sind wir bereit durch Anfragen in allen Landern den Bowcis za erbringen. Doch befürchte ich, der Rabbiner werde seine Entscheidung nicht zurücknehmen, wo» durch dio Ehre der Tora Schaden nähme usw.“ Figo möchte also Rat sebnffen. Das fraglicho Gutachten selbst gibt sich als Antwort auf eine Anfrage, ohno mit einem Worte des *umgebrochenen Streites oder eines voraufgegangenen פסק Erwähnung zu tun, ist überhaupt sehr zahm gehalten. Charakteristisch ist der Schluss: Man bleibe beim alten Verfahren: אם מן הדין אם מן הפנחג, wio auch der Anfang, der den Beweis für die Erlaubnis vorbringt. Die Lektüre des פסק nebst den תשובות Aboabs im Zusammenhänge vorstärkt noch den Eindruck, der רב המתיד sei Leo Modena selbst. Zu beachten ist endlieh der famose Satz, den Modena seiner Unterschrift vorsetzt: מ־חמם ינהגס למחזיקים כמנהג טוב הנזכר wonach es sich lediglich um eine ״gute Sitte*״ handelt, für deren Befolgung er Gottes Erbarmen orfleht. Ich halte es demnach für ganz sicher, dass das an erster Stelle von Leo unterfertigte Gutachten sich gegen ihn selbst wendet. Es ist sogar nicht ausgeschlossen, dass Leo selbst der Autor des Gutachtens ist, das ein Autograph zu sein scheint. Wenn nicht Leo, 80 ist Je• huda, ein Enkel Figos der Verfasser, der auf Leo naturgemäss Rücksicht nehmen musste (S. דבר שמואל Nr. 19). Der Katalog der Druckwerko bietet naturgemäss weniger luteresse, weshalb ich mich kurz . fassen kann. Hervorheben möchte ich die Beschreibung des פלגי מים (S. 156) und des פתחי שערים (S. 169). Die Druckfehler, darunter recht unangenehme, übergehe ich. Kein Druckfehler dürfte das folgende sein, ln einer handschriftlichen Notiz, die 8ieh%auf den חועליות הרלב״ג findet und S. 139 abgedruckt wird, heisst esrJnnS כי דברי הורה ודברי פילוסופיא לחור איגהו בריכחו ואגן בריכן (Zeile 13 v. unt.). Es ist natürlich zu lesen: אנן בדירן ואיגחו בדירהו (Berachoth 8 a). Ein ergötzliebes Missverständnis ist dem Vcrf. in der Beschreibung der Grammstik Moses Kimcbis begegnet. Auf dem Titelblatt heisst es: כפר דקדוק . . נדפס פח רומה תחת ממשלה אדוננו הפיפיור פאילו ה׳ יגדל כסאו לסעד בשנת ש״ח. Hierzu bemerkt der Verf.: ״Dieser Titel enthält einen rehr merkwürdigen Irrtum. Das Buch ist offensichtlich nicht während des Pontifikats PaulV. (16: 6 —1621), sondern während des Pontifikats Paul III. (1534—1549) gedruckt worden“ usw. (8. 166). B. hat also פאולו ח׳ gelesen (~ Paul V.) und nicht ח״ יגדל כסאג (= Gott erhöhe seinen Thron). 178 unten סגל סאסי ist eine Stadt in Nordafrika: bigilmesa, welche auch sonst genannt wird. Budapest. Ludwig Blau. BOUS&hT, W., Jüdisch-christlicher Schulbetrieb in Alexandria und Rom. Literarische Untersuchungen zu Philo und Ciemens von Alexandria, Justin und Irenaus. (= Forschungen