Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Journal
- Zeitschrift für hebraeische Bibliographie
- Volume
- XVI (1913)
- Issue
- 4/5 (Juli-Oktober 1913)
- Date
- 1913-07-01
- Page
- Seite 110 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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110 und nicht frei von Fehlern1 2 3 * * * *). Fast identisch mit ed. pr. ist die sogen. JeraU׳neel-Handschrift (ms. Bodl. 2797), von der ein grosser Teil in englischer Uebersetzung in Gasters *The Chronicles of Jerabmeei“ (London 1899) vorliegt nur, dass hier der Alexanderroman fehlt (s. Isr. Lävi, RET 28,148) und dass auch sonst manche Abweichungen Vorkommen. Es ist möglich, dass der ed. pr. die Rezension Jerabmeels .zu Grunde liegt (8. weiter unten). Die zweite, übliche Rezension, die etwa um 1 3 länger ist als jene, ist die Mosconis, die zuerst von Tarn b. Jab ja in Konst. 1510 edirt worden ist und die in 6 Bücher und 97 Kapitel zerfällt (die Hs. Mosconis hat 845 Kapitel). Der Josippon bietet viele literarhistorische Probleme und in neuerer Zeit wurde von verschiedenen Seiten behauptet (Ohwolson, Trieber, Neubauer, Vogel stein), dass diese Probleme durch die ed. pr., welche die ursprünglichere und bessere Form auf bewahrt haben soll, gelöst werden können. In der Tat ist aber der Wert der ed. pr. überschätzt worden (s. au3h Isr. L6vi, 1. c., 86,121), denn ebenso oft, und vielleicht noch öfters, bietet die Vulgata bessere Lesarten und sind viele in der ed. pr. fehlende Stellen auf eine schlechte Vorlage zurückzttführen. Aber immerhin ist die ed. pr. bei jeder Untersuchung über den Josippon unentbehrlich, doch ist sie sehr selten8), so dass sie z. B. auch Zunz, der doch zuerst dieses Buch kritisch analysirt hat, unzugänglich war. Im Jahre 1895 hat nun David Günzburg einen Neudruck dieser Edition angekündigt (8. REJ 81,288 n. 1) und auch mit ihr 1896 begonnen. Ans unbekannten Gründen aber wurde er nicht bei seinen Lebzeiten zu Ende geführt und erscheint er erst, 17 Jahre später, nach seinem Tode, mit einer orientierenden Vorrede von Abraham K&hana. Der Druck ist sehr schön und entspricht der ed. pr. Kolumme für Kolumme, aber nicht Zeile für Zeile, wie man ans dem beigefügten Facsimile der ersten Seite ersehen kann. Schlimmer aber ist, dass der Nachdruck kein diplomatisch genauer ist und dass er zahlreiche Abweichungen der ed. pr. gegenüber aufweist (vgl. auch Cässuto, *) Münster hat von der ed. pr. nur anfgenommen: p. 9 a 1. 3 v. n. — 85 a ob. und 61a 1. 16—184 b 1. 7 und dabei den Text an vielen Stellen* wo er ihm fehlerhaft schien, willkürlich geändert. 2) In der Uebersetzung, die nur bis zum Tode Juda Makk&bis reicht, sind die Stücke ans Josippon an folgenden Stollen enthalten: a) p. 66 nr. 6—68 nr. 16 ־־ ed. pr. 3b i. 3—4b 1. 8; b) p. 94-101 (Cap. XL) ed. pr. 4b 1. 8—9a 1. 5 v. u.; c) p. 207—241 (Cap LXVII—LXXX) ed pr. 9 a 1. 3 v. u. — 32b 1. 13 (p. 209—210, d. h. Cap LXVIII nr. 2—3, eine Mahnrede Daniels an Balscbezar enthaltend, fehlt in ed. pr,, wie auch sonst in dieser Erzählung Jer. viele Varianten ed. pr. gegenüber aufweist, ebenso ist p. 232—233, d. h. Cap. LXXVII nr. 4—7, viel ausführlicher und anders als ed. pr 26 b 1. 13—27 a 1. 3, umgekehrt fehlt in Jer. 239 der Passus ed. pr. Bia 1. 4 v. u. — 31b 1. 7); d) p. 255—266 ־=־ ed. pr. 32b 1, 14-34 a 1. 20 (das einleitende Kapitel p. 254 mit der Ueberschrift ססר מכבא fehlt sowohl in ed. pr. als auch in Vulg., p 256 nr. 8 wiederum ist aus verschiedenen Stellen kompiliert); e) p. 257 —292 (Cap, LXXX VI—C) ed. pr. 61b 1. 2—85 a 1. 15. 3) Zu den bisher bekannten Exemplaren der ed. pr. ist in letzter Zeit noch eins in der Bibliothek der Talmud Tora zu Livorno hinzugekommen, 8. REJ 65,808. Zur vorliegenden Besprechung konnte ich durch die Güte des Redakteurs dieser Zeitschrift das Exemplar der Frankfurter Stadtbibliothek benutzen,